Wenn der Roboter operiert: Chancen und Risiken dieser OP-Technik
Das Operieren per Roboter wurde einst entwickelt, um Verletzte in Kriegsgebieten operieren zu können. Dieser Plan erwies sich als Trugschluss; doch mittlerweile existiert diese Option großflächig in der allgemeinen Chirurgie. Benjamin Babic, Facharzt für Chirurgie und für Viszeralchirurgie, also für die Verdauungsorgane, erläutert im Gespräch mit Podcastgastgeberin Lucia Schmidt, was Robotik genau bedeutet und wo die Unterschiede zu anderen Operationstechniken liegen, zum Beispiel zur Schlüssellochtechnik. Babics Spezialgebiet ist die Tumorchirurgie bei Speiseröhrenkrebs. Er erklärt, welche Vorteile die Robotik speziell für Krebspatientinnen und Patienten, aber auch für Chirurginnen und Chirurgen hat – und welche Grenzen.
Babic empfiehlt Patienten bei der Entscheidung, wie und wo sie sich operieren lassen, vor allem, auf die Häufigkeit zu achten, mit der Zentren robotisch gesteuerte OPs anbieten. Zudem versucht er sich an einer Prognose, wie es mit Robotik und KI in der Medizin weitergehen wird – und ob deutsche Ärzte dem Beispiel eines Kollegen folgen werden, der von Südfrankreich aus Prostataoperationen in Nordafrika vornimmt.
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