Chronisches Lungenleiden COPD: Früherkennung verbessern
COPD-Patienten bekommen schlecht Luft und leiden unter starkem Husten, da die Krankheit die Atemwege verengt und Lungengewebe zerstört. Der größte Risikofaktor ist jahrelanges Rauchen, auch in der passiven Form. Claus Franz Vogelmeier, Direktor der Klinik für Pneumologie am Uniklinikum Marburg, warnt im Gespräch mit der Ärztin und F.A.S.-Gesundheitsredakteurin Lucia Schmidt daher vor den seit der Coronapandemie gestiegenen Zahlen an jungen Rauchern. Die, die als 12-16-Jährige bereits zur Zigarette greifen, sind besonders gefährdet: Wer früh anfängt zu rauchen, bleibt überdurchschnittlich häufig sein ganzes Leben lang dabei.
Auch der vermeintlich „sichereren“ E-Zigarette kann der Pneumologe nichts abgewinnen. Die Langzeitanwendung sei noch nicht erforscht, mehrere Erkenntnisse über die Auswirkungen der E-Zigarette verhießen nichts Gutes.
Neben dem Rauchen können unter anderem ein genetisches Risiko, eine verschlechterte Lungenreifung und eine Tuberkuloseerkrankung dazu führen, dass ein Mensch COPD entwickelt.
Vogelmeier fordert, dass sich Prävention und Früherkennung verbessern müssen, zum Beispiel im Rahmen des Checkups beim Hausarzt ab dem Alter von 35 Jahren. Zudem wäre ein Lungen Check-up im Alter von 50 sinnvoll, um die Erkrankung möglichst früh zu erkennen. Momentan wird COPD mit Medikamenten behandelt, die man inhaliert und die die Bronchien weiterstellen. Der Pneumologe schaut jedoch auch in die Zukunft und entwirft die Vision einer Präzisionsmedizin, die den natürlichen Verlauf der Krankheit beeinflussen kann.
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