Hier geht es um Ihr Wohlbefinden!
00:00:03: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des FAZ Gesundheits Podcasts.
00:00:08: Ich kann jetzt schon verraten, es ist eine besondere Folge.
00:00:12: Wir haben nämlich oder wir senden ihn gleich zum Zuhören
00:00:16: die
00:00:17: Aufnahme von unserem FAZ-Kongress.
00:00:19: Und da ging es um das Thema lange Leben, wie funktioniert das wirklich?
00:00:25: Zuvor aber jetzt nicht mehr auf dem Kongress sondern im Studio begrüße ich ganz herzlich bei mir David und sein Audio oder mein Audio Putschhuser, wie ich immer gerne sage.
00:00:34: Schön dass du da bist!
00:00:35: Du hast die Folge schon gehört und ich Spoiler weil ich so spannend finde.
00:00:39: wir hatten einen hundertvierjährigen auf der Bühne.
00:00:42: Ja, das ist richtig.
00:00:44: Und ich muss sagen es war wirklich eine besondere Folge natürlich live dass immer noch mal ne andere Atmosphäre auch für die Zuhörer im Raum natürlich aber es ist auch finde ich ein besonderes Thema gewesen weil's einfach von so vielen verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten ist.
00:00:59: was mir besonders im Kopf hängen geblieben ist als ich die Folge durchgehört habe war ein Satz das war eigentlich nur mit Bemerkung Seitenbemerkungen von deinem Gast den Herrn Camperman.
00:01:08: Herr Campermann hat gesagt wunderschön Das Leben ist eine Anomalie und eigentlich geht's immer nur bergab.
00:01:16: Da steckt viel drin, aber ich finde es beschreibt so schön die Grundeinstellungen unserer Welt so gesehen.
00:01:21: Nämlich dass alles vergänglich ist und das alles irgendwie zerfällt.
00:01:25: Und das liegt oft nicht an den Dingen selbst sondern daran wie unsere Welt halt funktioniert.
00:01:32: Und da fand ich eine sehr schöne Bemerkung die oft durchgescheint ist, weil es wurde auch viel darüber gesprochen.
00:01:38: Wie alt kann der Mensch eigentlich werden?
00:01:40: Wo sind die Limits?
00:01:41: und ich habe mir gedacht Sterben gehört auch zum Menschsein irgendwie dazu.
00:01:46: Das sagt ja auch an einer anderen Stelle in diesem Gespräch da wo so ein bisschen um die Frage des ewigen Lebens und zwar nicht das Himmlichen, das Gläubigen sondern eben dem wirklich auf Erden geht dass natürlich und das wissen wir alle dass das Leben nur so schön sein kann, weil es eben begrenzt ist.
00:02:03: Und weil jede Phase im Leben auch begrenzelt ist.
00:02:06: Das sagt er an einer anderen Stelle und dass das leben wahrscheinlich... Also ich glaube, er zitiert ja nicht irgendwie langen geht man mit Achtzig in Renton hat dreihundert Jahre Ruhestand vor sich, das verliert ein bisschen seinen Reiz.
00:02:18: Ja aber ich geb dir recht als moderat Torin ist das natürlich immer schwierig, dass selbst einzuschätzen.
00:02:24: Weil man emotional drinnen hängt.
00:02:25: aber ich glaube zumindest das kann ich sagen es war tatsächlich einen sehr emotionaler Auftritt weil wir haben ja Herr Kempermann den oder Professor Kemper Mann den du angesprochen hast war der Wissenschaftler sozusagen der Altersforscher und Herr Ernst Gerhard unser hundred vierjähriger und Ich werde jetzt noch gar nicht gleich von dem Gespräch mehr verraten Aber allein in der Vorbereitung in seinem Kopf also die Idee ist Ja hat einer erlebt, der wirklich so alt geworden ist?
00:02:49: und was sagt die Longivity-Bewegung?
00:02:51: Und was sagt Wissenschaft das alles unter einen Hut zu bekommen.
00:02:54: Das hat mich schon emotional bewegt.
00:02:56: Ich hab den hundertvierjährigen vorher Zuhause besucht und wenn ich mir überlege dass ich mich selbst ja schon nicht mal als ganz super Jung mitführt sich empfinde zu hören Was für Lebens-, Epochen- und Weltgeschichtsepochen er mitbekommen hat, die ich nur aus dem Geschichtsbuch kenne war schon imposant.
00:03:11: Absolut!
00:03:12: Hören wir rein.
00:03:13: Genau Keine große Ansage mehr an der Stelle von uns beiden.
00:03:16: Einfach viel Spaß, hören Sie rein und genießen Sie es auch ein bisschen von Lebenserfahrung und der Frage wie man ein Leben angeht zu profitieren?
00:03:29: Ich habe mein Alter als großes Geschenk empfunden.
00:03:35: Und
00:03:36: je länger ich lebe umso dankbarer bin ich.
00:03:41: Und so ist das auch heute!
00:03:47: Es ist fast nicht zu glauben, dass man überhaupt so alt werden kann.
00:03:53: Aber es ist offensichtlich so und wenn ich hundertfünf werde in diesem Jahr am zehnten September gibt es einen Dankfest!
00:04:06: Ich lade ein zu meinem Geburtstag als Dank, das ich so alt werde
00:04:13: darf.".
00:04:19: Liebe Gäste, wir haben dieses Panel begonnen mit dem vermutlich den Menschen im Raum der am allerbesten von uns allen weiß wie sich das Altwerden anfühlt und wie alt sein eigentlich so ist.
00:04:34: Er sitzt hier zu meiner Rechten.
00:04:36: Herr Ernst Gerhardt schön dass Sie bei uns sind!
00:04:44: Und damit auch ein herzliches Willkommen an sie hier zu diesem Thema lange leben.
00:04:50: Wie geht das wirklich?
00:04:53: Wir haben die Bühne hier ganz bewusst mit zwei Ressorts der Sonntagszeitung gespielt.
00:04:59: Einmal der Wissenschaft, hier zu meiner Linken und wir hier sozusagen aus dem Ressort leben denn wir sind davon überzeugt um alt zu werden und vor allem glücklich allzu werden was ja das schönste an dem Ziel ist spielen beide Seiten beide Dinge eine große Rolle.
00:05:21: Wer sich jetzt wundert, warum Herr Gerhard einmal hier rechts neben mir sitzt und auch auf dem Bildschirm zu sehen ist.
00:05:28: Wenn man fast hundertfünf Jahre alt ist dann darf man nicht mehr ganz so gut hören.
00:05:34: Vielen von uns geht es viel früher im Leben schon so dass man nicht richtig hört Und wir haben in diesem Ambiente das leider mit dem Hörgerät, der Technik und den Zwischengeräuschen nicht so hinbekommen.
00:05:48: Dass wir ganz sicher sein konnten dass Herr Gerhard uns immer oder vor allem mich genau versteht.
00:05:55: deswegen habe ich Herrn Gerhard die Woche schon mal zu Hause besucht.
00:05:58: das werden sie gleich merken und all die Fragen die hier stellen Würde oder Tour auch schon mal zu Hause gestellt.
00:06:07: Vielen Dank da für Ihr Verständnis, dass es so eine, wie sagt man heute digital und analog sozusagen ist?
00:06:15: Ja wenn man hundertfünf Jahre alt bald wird dann hat das Leben ganz schön viele Dinge mitgebracht und man hat ganz schön viel erlebt.
00:06:25: Herr Gerhard Ich will jetzt hier zum Vorstellen deswegen nur die wichtigsten Punkte aus ihrem Leben nennen.
00:06:32: Wer aus Frankfurt von ihnen kommt, kennt Herrn Gerhard vielleicht.
00:06:36: Er ist auch schon in Frankfurt geboren und prägte hier die Entwicklung der Stadt über Jahrzehnte unter anderem als Stadtkamera- und Kirchendezernent.
00:06:46: mit fast dreißig Dienstjahren war er so lange hauptamtlicher Magistrat der Stadt wie kein anderer.
00:06:54: Sie sind früh in die CDU eingetreten erlebten aber auch den Arbeiterdienst, dem Militärdienst und die Kriegsgefangenschaft.
00:07:02: Sie sind gelernter Kaufmann und ich habe über sie gelesen in einer Würdigung, ihre Biografie ist untrennbar mit Frankfurt verbunden.
00:07:12: Für all die Dinge, die sie in diesen vielen, vielen Lebensjahren geleistet haben, haben sie das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik bekommen.
00:07:20: Herr Gerhardt ist gläubiger Katholik und hat ganz viele Ämter für die Kirche übernommen Und er hat mir verraten, er liest jeden Tag noch die FHZ.
00:07:30: aber Aber Achtung!
00:07:32: Nur die wirklich guten Artikel.
00:07:38: Ja, privat waren sie siebenundseipzig Jahre lang – das muss man sich echt mal in unserer heutigen Zeit überlegen – sieben und siebzig Jahre mit ihrer Frau verheiratet bis zu ihrem Tod im Jahr zwetausend einundzwanzig.
00:07:51: Er hat drei Kinder und drei Enkel.
00:08:01: Ja, herzlich willkommen Herr Gerhard.
00:08:03: Liebe Gäste auch von mir, Johanna Kurochik mein Name ich bin Redakteurin in der Wissenschaft.
00:08:08: und ja wie man im Alter möglichst lange gesund bleibt und auch sowas so dass man von den Jahren noch etwas hat.
00:08:16: das sind natürlich auch wichtige Fragen die die Forschung umher treibt.
00:08:21: Das größte Problem dabei ist natürlich Demenz.
00:08:25: Im Alter von über neunzig ist davon jeden mehr als jeder Dritte betroffen.
00:08:29: Wir freuen uns darum, heute einen der bedeutendsten Forscher auf dem Gebiet hier bei uns begrüßen zu dürfen nämlich Professor Gerd Kempermann.
00:08:42: Prof.
00:08:43: Kemperman ist Neurowissenschaftler und forscht dazu wie sich das Gehirn im Alter verändert und vor allen Dingen wie man es jung halten kann speziell die Nervenzellen.
00:08:54: er hat mit entdeckt zum Beispiel dass sich auch Alter noch neue Nervenzellen bilden, die adulte Neurogenese.
00:09:03: Er ist tätig am Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen in Dresden sowie Professor am Zentrum Für regenerative Therapien der TU Dresde.
00:09:14: hat unter anderem das Buch geschrieben Die Revolution im Kopf Genau.
00:09:19: Und dann starten wir doch gleich mal ganz praktisch, Prof.
00:09:22: Kempermann!
00:09:23: Es gibt ja so viele Tricks was man vermeintlich alles machen kann damit man möglichst lange geistig fit bleibt?
00:09:30: Fischölkapseln schlucken Eisbaden Tabletten mit Enzymen schlücken?
00:09:36: Was sind denn Hex die Sie für sinnvoll halten?
00:09:41: Also wenn man sagt Hex dann muss man gleich als Wissenschaftler sagen naja
00:09:46: Hex
00:09:47: kurz Abkürzungen, die gibt's da wahrscheinlich nicht.
00:09:53: Leider ... Sie hatten es auch gesagt.
00:09:57: Es kommt ja gar nicht darauf an, dass wir alle einfach nur möglichst alt werden.
00:10:01: Das tun wir automatisch.
00:10:02: Die Lebenserwartung steigt nach wie vor mit drei Monaten pro Jahr an.
00:10:07: Das wird zwar vielleicht irgendwo mal enden aber im Moment sieht das nicht so aus.
00:10:12: D.h.,
00:10:12: das kriegen wir gratis und ist nicht ... Ihnen allen wird das so gehen, dass es nicht per se gut ist einfach nur langzuleben.
00:10:19: Sondern Sie hatten schon gesagt, es kommt auf an wie man lang lebt und das kommt halt hier oben drauf an.
00:10:26: Und sie hat uns schon gesagt die große Probleme sind die Demenzen.
00:10:30: Wenn man sich dann überlegt, dass unser Körper der halt ja in hundert fünf Jahre halten kann gesteuert wird von einem Gehirn, von dem viele sagen es sei das komplexeste Gebilde des Universums, dann kann man nicht erwarten dass wenn man Walnüsse ist auch wenn die aussehen wie ein Gehirn das man damit die Probleme des Alters löst.
00:10:54: Da muss man schon glaube ich ein bisschen tiefer graben.
00:10:58: Das wollen wir heute mal angucken.
00:11:01: Ich will sich nicht entmutigen, aber eigentlich ist das auch spannend, dass es nicht so einfach ist.
00:11:08: und was dann kommt, können wir da sehen?
00:11:11: Ja, das tiefer graben, das wollen wir jetzt gemeinsam machen.
00:11:13: Verraten Sie uns doch noch am Anfang, Prof.
00:11:16: Kempermann, was machen Sie denn um möglichst lange im Alter geistig viel zu bleiben?
00:11:21: Naja ... ich mache die Dinge nicht um im Alter Geistig zu bleiben, sondern die Dinge, wo ich jetzt meine, dass sie mich fordern.
00:11:30: Ich denke das Gehirn ... Wenn man davon ausgeht, dass das Gehörn das Wichtigste ist, dass man jung halten muss.
00:11:35: Denn was nützt es mir wenn ich eben hundert fünf wäre aber eigentlich das gar nicht mehr weiß?
00:11:40: Deswegen sagen wir immer halt doch erst mal das Geirn gesund und dann macht er das am liebsten wofür's gemacht ist und das ist gerne aktiv.
00:11:51: Es geht gern auf ein FHZ-Kongress.
00:11:55: Das ist das Beste, was sie tun können.
00:11:58: Ich versuch dem Gehirn Arbeit zu geben.
00:12:06: Das ist genau das.
00:12:07: Das Gehirnt braucht Futter!
00:12:10: und buchstäblich.
00:12:11: Und sie sind so verschiedene Futter, wir hatten ja schon ein bisschen gesprochen welche Futter wir dann ansprechen wollen aber das mache ich natürlich auch.
00:12:19: Ich habe das Privileg einen tollen Beruf zu haben bei dem ich genau diese Dinge immer machen kann und ich versuche mich halt auch körperlich zu bewegen.
00:12:27: Das werden wir sicher auch besprechen.
00:12:30: Bewegung ist, glaube ich, der Schlüssel dazu.
00:12:33: Und nicht die Rezept, die lange Liste in der Apothekenumschau oder so lesen.
00:12:37: Das sind auch gut aber das ist nicht ... Wenn man sich das klavisch dran hält macht es eigentlich keinen Spaß.
00:12:44: Darauf wollen wir gleich noch mal zurückkommen.
00:12:46: wenn wir jetzt einen Schritt zurückgehen über das Alter wird ja heute häufig gesprochen als sei es eine Art Krankheit die man bald ausmerzen kann.
00:12:56: aus Ihrer Perspektive schaut, was ist denn das eigentlich, Altern?
00:12:59: Aus medizinischer Sicht.
00:13:02: Das ist eine ganz schwierige Frage, obwohl häufig die einfachen Fragen sind, die schwierigsten.
00:13:07: Zunächst einmal ist natürlich einfach das Vergehen von Zeit und deswegen sind die grundlegenden Theorien von Altern immer Abnutzungstheorien.
00:13:17: Es wird einfach weniger.
00:13:21: Wir betrachten Altern zunächst mal als physikalischen Prozess.
00:13:27: Das ist die Umsetzung des zweiten Hauptsatzes, der Thermodynamik.
00:13:30: Wir steuern langsam wieder einem chaotischen Zustand zu.
00:13:34: Das Leben ist eine Anomalie und es geht immer so weg ab.
00:13:38: Keine sehr befriedigende Beschreibung war vielleicht physikalisch korrekt, aber so lebt natürlich niemand nicht.
00:13:45: Das heißt ... Und das macht uns Menschen eben einen Unterschied zu einem alternden Auto oder auch einem alternenden anderen Lebenswesen.
00:13:54: Darüber reflektieren und Altern ist dann immer eine Geisteshaltung.
00:13:58: Und Altern hat unter Umständen ein sehr bewusster Prozess, der untrennbar im Leben ist.
00:14:04: Deswegen werden wir alternsforscher auch mal dagegen, dass man das als Krankheit betrachtet, die man behandeln könne oder gar müsse, weil das glaube ich der Wirklichkeit schlicht nicht entspricht.
00:14:20: Es gibt natürlich Aspekte.
00:14:21: Es gibt Krankheit im Alter, es gibt Krankheiten, die altersabhängig auftritt.
00:14:26: Aber das Altern per See ist eigentlich keine Krankheit.
00:14:31: Wenn wir jetzt ... Sie sind Neurowissenschaftler?
00:14:33: Wie verändert sich denn das Gehirn im Alter zwangsläufig?
00:14:37: Ja, es wird kleiner, es schrumpft.
00:14:40: Es wird fester und härter.
00:14:46: Die Durchblutung nimmt ab.
00:14:49: Es bilden sich so Ablagerungen von vielen, vielen jahrzehnten Leben.
00:14:55: Alle möglichen Schadstoffe, was auch immer, was wir akkumulieren den ganzen Müll nicht den Gedankenmüll sondern den anderen der sich so ablagert und das ist Unvermeidlich.
00:15:08: Das Erstaunliche ist, dass wir damit sehr unterschiedlich gut klarkommen.
00:15:14: Dass es sehr große Unterschiede gibt.
00:15:18: Es gibt Menschen die man im Kern spielen vielleicht einen hohen Alter untersucht und das Gehirn sieht schrecklich aus.
00:15:24: aber der Mensch ist bester Dinge und klar im Kopf während jemand anders vielleicht eben schon Zeichen einer Demenz hat aber in demselben.
00:15:34: Es ist eine riesige Breite.
00:15:38: Das ist das Fenster, in dem wir agieren wollen.
00:15:42: Wenn das so ist, dann ist der offensichtlich funktionell Spielraum und wie können wir den nutzen?
00:15:48: Welche Kapazität ist da?
00:15:51: Deswegen ... Da kommen wir gleich noch sicher drauf, warum das dann passiert.
00:15:55: Das wollen wir dann gleich noch besprechen!
00:15:57: Jetzt fand ich es interessant dass sie gesagt haben am Anfang, dass wir immer älter werden.
00:16:01: drei Monate glaube ich haben Sie gesagt gewinnen wir dazu und wie alt können denn der Mensch maximal werden?
00:16:10: Ganz schwierig diskutierte Frage nach also die der Konsens in der Wissenschaft ist so dass die Maxi Unter gegenwärtigem Stand der Medizin und der Biologie, dass die maximale Lebensspanne so zwischen hundertfünfzehntundhundertundzwanzig anliegen
00:16:27: wird.
00:16:27: Da hat Herr Gerd noch was vor sich?
00:16:29: Genau ein paar Dankes feiern machen!
00:16:34: Es gibt ja bisher einen Menschen, der die hundertzwanziger Jahre geknackt hat.
00:16:42: Die Wahrscheinlichkeit, dass das absehbar wieder passiert ist so rein und nach den Modellrechnungen die man da aufstellt sehr gering.
00:16:48: Aber es kann schon sein Diese Idee, dass man das sozusagen verunendlichen könnte.
00:16:54: Die halten die meisten Wissenschaftler für sehr, sehr science fiction und utopisch.
00:16:59: Das liegt daran, dass eben dieser Warrantair, dieser Abbau diese ganzen Dinge finden in den verschiedensten Ebenen statt.
00:17:05: wir unterscheiden so acht bis zwölf verschiedene sogenannte Hallmarks of Aging.
00:17:10: Es sind verschiedene Prozesse, die alle so langsam abnehmen.
00:17:14: wenn man dann allen Schrauben drehen will um das alles rückgängig zu machen auf jugendlichem Niveau zu erhalten, das ist eine Aufgabe die nicht sehr realistisch scheint.
00:17:26: Auch wenn es Leute gibt, die das probieren?
00:17:28: Ja darüber wollen wir auch gleich noch sprechen.
00:17:31: jetzt schauen wir erst mal auf die einzelnen Bereiche und was man dann doch vielleicht noch ändern kann.
00:17:38: zum Beispiel hatten sie ja gerade schon gesagt die Bewegung.
00:17:42: aber wieso ist denn Sport für die geistige Fitness im Alter so wichtig?
00:17:47: Das ist interessant.
00:17:48: Das liegt daran wahrscheinlich, dass das Gehirn oder Gehirne ganz allgemein sind in der Evolution entstanden um Bewegung zu ermöglichen.
00:17:59: D.h.,
00:17:59: Gehirnen sind eigentlich Ermöglicher von Motilität und d.h.
00:18:03: also alles was vom Organismus zurückkommt, das ist Signal über Bewegung.
00:18:09: Und das Gehören kann auch nichts anderes als Bewegungen wenn ich spreche es ist ja auch Bewegungen dann weiß man, seitdem man funktionelle Kernspin-Aufnahmen machen kann.
00:18:20: Dann bewegen wir uns sozusagen auch wenn die Motorik gar nicht herauskommt.
00:18:24: aber diese ganzen Areale sind dann auch aktiv.
00:18:28: und in der Evolution war es natürlich so unsere Vorfahren die hatten ja keine ... also die evolutionären Vorfahren damals die Bäume in den Savannafrikas verlassen haben die hatten keine Smartphones das heißt Die Welt kamen nicht zu denen.
00:18:45: Das heißt, je mobiler ich in der Welt war, desto mehr war auch die Kognitive Last.
00:18:51: Deswegen mehr habe ich erlebt.
00:18:52: Ich muss ja in die Welt und das heißt diese Kopplung, die evolutionäre Kopplungen zwischen Kognitionen und Bewegung ist sehr stark.
00:19:00: Und beim Menschen ist es noch so, wenn wir den aufrechten gang ... Wir gucken nach vorne, in der Regeln zumindest, dann haben wir immer einen viel größeren Radius.
00:19:10: D.h.,
00:19:11: die Masse an Sinnes-Einbrücken, über unser visuales System, über den Körper.
00:19:17: Die ist halt irre und das ist was dem Gehirn laufend den Input liefert.
00:19:22: Wenn Sie jetzt nur noch mit einem Smartphone im Sessel machen dann fällt halt diese motorische Komponente bis auf den Daumen vielleicht weg Und das ist vielleicht eines der Probleme.
00:19:32: Also ich will nicht sagen dass Smartphone per se schlecht ist sondern nur dass die unsere Entwicklung als Gesellschaft zu einer sehr sitzenden Gesellschaft die eigentlich so diese Kopplung hat, dass das ein Problem ist.
00:19:45: Da kann man natürlich immer einen Wild ansetzen und dann ist der Monitor im Fitnessstudio schon mal die erste Schritt in die richtige Richtung.
00:19:52: aber eigentlich ist es besser gleich in die Welt zu gehen und da rumzulaufen.
00:19:58: Ja jetzt sind wir schon bei der körperlichen Bewegung und beim Joggen.
00:20:01: aber Sie haben es schon angesprochen auch das Gehirn
00:20:03: will
00:20:04: trainiert werden Das Gehirn-Jogging.
00:20:06: Zum Beispiel Sudoku lösen, Kreuzvorträtsle.
00:20:09: bringt das denn dann was um Demenz vorzubeugen?
00:20:15: Nicht viel und zwar ist es ja auch ein Leuchten nicht so wie Walnos essen und glauben das alles.
00:20:23: wenn sie wirklich Sudoku Meister werden wollen Dann ist es super Sudoku zu lernen.
00:20:27: klar ich habe mal nach einer Vortrag in der Stadt Bibliothek eine Frau zu mir gesagt Ich mach jetzt schon im fünften Jahr jeden Tag mein Sodoku und war so richtig stolz.
00:20:40: Und dann hab ich sie gefragt, macht's
00:20:42: Spaß?
00:20:43: Dann meinte sie, oh nee, das ist ein richtiger ... Warum machen Sie es denn?
00:20:48: Ja, ich will da geistig fit bleiben!
00:20:50: Aber warum wollen Sie geistigt fit bleiben?
00:20:51: Na ja, ich möchte im Alter vielleicht noch italienisch lernen oder so.
00:20:56: Und dann legt natürlich die Frage auf der Hand, warum lernen sie da nicht italienisch?
00:20:59: Warum lernen Sie dann so Doku.
00:21:00: Das Problem ist das die Geist... dass beim Gehirn ist es so inhaltlich, trainieren Sie nur oder praktisch nur das was Sie machen.
00:21:09: Also wenn Sie Italienische haben können Sie Italianisch!
00:21:11: Ist ja auch klar Wenn Sie Klavier spielen lernen, dann können Sie hinterher auch nicht besser Italienisch.
00:21:17: Aber wenn Sie italienische eben auch nicht Klavier spielen Oder italienischen können Sie auch nicht japanisch plötzlich.
00:21:21: Die trainieren immer nur das und Verrückterweise ist es bei der körperlichen Aktivität anders, die generalisiert.
00:21:31: Das wissen wir heute sehr gut.
00:21:33: Wenn Sie körperlich aktiv bleiben, dann bleiben sie auch geistig fitter und das ist ein extrem starker Hebel.
00:21:43: Deswegen ist so der Superfaktor, wo man sagen kann, dass kostet nicht viel.
00:21:47: Es gibt praktisch keine Nebenwirkungen und ganz selten Kontraindikationen.
00:21:53: Das kann ich jeder machen!
00:21:54: bestgehütete Geheimnis der Medizin.
00:21:56: Da können Sie wirklich viele Meilen rausholen?
00:22:00: Das ist doch schon mal gut zu wissen, jetzt haben wir schon etwas despektierlich über die Walnüsse gesprochen aber es ist doch so.
00:22:08: zum Beispiel die Frau Maria Moreira, die Spanierin war, ist hundertsebzehn Jahre alt geworden vor zwei Jahren gestorben und sie Forscher haben ihr Mikrobiom untersucht und haben gesehen dass das sehr vielfältig war und sie gab an jeden Tag dreimal am Tag Joghurt zu essen.
00:22:25: Gibt es denn Lebensmittel, wo man doch vielleicht etwas tun die vielleicht doch etwas besser sind für ein langes Leben?
00:22:32: Ja das ist natürlich das schwierigste Thema da nicht.
00:22:35: also da kann man sich als Wissenschaftler fast immer nur in den Nesseln setzen.
00:22:39: beim Essen sind wir alle Experten und hat jeder auch so seine Vorstellung.
00:22:43: Wissenschaftlich ist es so dass wir wissen was die sogenannte mediterrane Diät.
00:22:50: Ernährungsweise, keine Diät im Sinne von Ananas.
00:22:53: Diät um Kilo loszuwerden, sondern Ernährungsweise dass die besteht eben aus relativ viel Gemüse, relativ wenig Fleisch hochwertige Fette Olivenöl ist nicht ganz scharf definiert.
00:23:10: aber die Assoziationen die sie haben wenn sie mediterran hören die passen schon ganz gut und dafür wissen wir sehr robust, dass das Risiko einer Demenz reduziert und auch die sogenannte All-Course-Mortality.
00:23:24: Also die Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Erkrankung zu sterben im Reduziert und damit das Leben verlängert.
00:23:32: für alles andere gilt es praktisch nicht.
00:23:35: leider also Fischöl was theoretisch total gut ist hat den allen Studien keinen sonderlich starken Effekt gehabt.
00:23:44: Oder
00:23:45: die Walnüsse oder Akantuziane, das ist das Zeug was im Rotwein drin ist.
00:23:52: Oder in den Blaubeeren diese Farbstoffe.
00:23:55: Die für sich genau... Die Theorie ist immer super und wenn man es dann ins Studienbringung ist wirklich so viel.
00:24:02: Aber das ist eben das Argument vom Anfang.
00:24:03: Wenn man das isoliert, dann passt es wahrscheinlich nicht.
00:24:06: Und wenn wir uns in den Kontext stellen Aber da ist die Evidenz schon richtig stark.
00:24:10: Und das ist ja auch was Gutes, wenn es etwas hat.
00:24:13: Das haben Sie schon zwei Sachen, also körperliche Aktivität, vernünftig Essen... Also das ist eben noch nicht so irre.
00:24:20: hoch kalorisch.
00:24:20: Das ist auch ein richtiger Punkt bei lasthaftreich hoch kaloric viel.
00:24:25: Also eher weniger Kalorien oder sagen
00:24:28: wir nicht
00:24:29: viel?
00:24:29: Genau!
00:24:29: Nicht so hohe Kalorieren dicht wie einen Big Mac sondern...
00:24:33: Und es ist natürlich auch sicher viel, was man eben dann lässt.
00:24:36: Nämlich ungesundes Essen, Essen vielleicht rauchen und so weiter.
00:24:45: Es gibt ja noch Enzyme die viele Leute schlücken in der longevity Szene zum Beispiel das NAD dass die Zellregeneration anheizen soll.
00:24:57: Halten Sie sowas für sinnvoll?
00:24:59: Bei den Vitaminen ist es so, dass man immer sagt, wenn was fehlt muss man substituieren.
00:25:04: In Mitteleuropa sollte man im Winter Vitamin D nehmen und Veganer soll Vitamin B-II substituiert werden.
00:25:12: Schwangere sollten Fohlsäure nehmen.
00:25:13: Das ist aber schon ungefähr alles.
00:25:15: Der Rest ist durch eine normale Ernährung mehr als abgedeckt.
00:25:21: Darüber hinaus mehr zu nehmen bringt wissenschaftlich gesehen nichts.
00:25:26: Der interessante Sonderfall, der im Moment sehr durch die Wissenschaft geht ist dieses NAD, das ist Vitamin B-III.
00:25:33: Dass es wirklich sehr interessant ist.
00:25:36: aber da ist die Studienlage noch unbefriedigend.
00:25:39: Das wissen wir noch nicht ob das vielleicht so ein wirklich Sonderfalls ist.
00:25:43: Wenn das so ist wird auch da der Effekt nicht gigantisch sein denn wenn er das wäre dann wüssten was längst.
00:25:50: Dann wär's schon aufgefallen Aber es ist schon interessant.
00:25:53: Das wird natürlich immer sehr promoted, weil man damit ein Geschäft machen kann.
00:25:57: Ich sage hier nehmen Sie das und die Tablette und die Kombination, das kann man verkaufen.
00:26:02: Wenn man alles andere macht, dann können sie Fitnessstudium mit die Schaff verkaufen.
00:26:06: aber das ist ja halt nicht so skalierbar wie wenn jeder Supplements schluckt oder ein Abo dafür hat...
00:26:14: Na super.
00:26:15: Ja, vielen Dank Professor Kempermann.
00:26:17: erst mal jetzt schauen wir uns mal an was Herr Gehr hat.
00:26:20: Man
00:26:20: muss ja sagen das was Sie jetzt alles berichtet und erforscht haben Das war zu der Zeit als Herr Geher hat angefangen hat so altern Und wir wissen alle wie altern.
00:26:29: echt schon sehr früh mit dreißig oder so fängt es an Noch gar nicht bekannt Und deswegen habe ich mich mit herger hat ja getroffen dass werden sie gleich sehen und hab mal gefragt was er eigentlich so in seinen ganzen jahren von dem, was man wusste oder auch heute weiß.
00:26:48: Und was vielleicht neben all dem dazu beigetragen hat, dass sie doch so zufrieden hier heute neben mir sitzen können?
00:26:58: Was haben Sie in früheren Jahren vom Alter erwartet?
00:27:03: Ich habe in meinem Leben normal gelebt und hab nicht darüber nachgedacht, Ich war Soldat im Krieg.
00:27:19: Es hätte mir ja auch was passieren können, und dann wäre das Leben zu Ende gewesen.
00:27:26: Viele meiner Freunde, viele meine Kameraden mussten leider erleben lassen wegen des Krieges.
00:27:37: Und ich hatte das große Glück, wenige Tage nach Kriegsende sogar wieder Zuhause zu sein War weder in Russland noch sonstwo, war in Englisch eine Gefangenschaft.
00:27:54: Und die Englende sind ein faires Volk!
00:28:00: Die waren sehr, sehr noble gegenüber ihren deutschen Gefangenen.
00:28:06: Haben Sie Sport gemacht?
00:28:10: Nein das habe ich nicht.
00:28:12: Ich bin viel gewandert... ...ich bin zu Fuß Das ist besser.
00:28:19: Ich bin zu Fuß durch den Schwarzwald, tagelang oft mit einem Kameraden ... Die Katholische Jury war damals verboten.
00:28:34: Da durfte man nicht ... Das muss man sich vorstellen!
00:28:40: Man dürfte nicht mehr wandern zusammen.
00:28:44: Das haben die Nazis verfolgt und ... So musste ich auch oft allein mich durch die Gegend bewegen.
00:28:56: Ich bin mit dem Fahrrad gefahren, und zwar bis in den Alpen.
00:29:05: Ich habe das Fahrrad hochgeschoben.
00:29:10: Das
00:29:12: hat viel Mühe gekostet.
00:29:14: Aber die Freude war umso größer ...
00:29:18: auf
00:29:19: Bergeshöhe dann sich per Tempo ins Tal bewegen konnte.
00:29:27: Haben Sie Krafttraining im Fitnessstudio gemacht?
00:29:32: Ach nein, ich habe viel gelesen und da ist mir auch das beim Lesen die Empfehlung ernst genommen ins Fitnessstudio zu gehen.
00:29:50: Das habe ich tatsächlich gemacht, das war ein Teil und es war auch sehr nützlich, das Fitnessstudium.
00:30:04: Heute mache ich nicht mehr.
00:30:09: Heute wäre es eine Sensation für Erteilungsreife jeden
00:30:13: Tag.".
00:30:16: Haben sie auf ihre Ernährung geachtet?
00:30:21: Das einfache Essen.
00:30:23: Essen wurde mir erzogen, dass ich ... was auf den Tisch kommt wird gegessen und da wurde nicht geschnäubert, sondern es wurde tatsächlich das auch gegessen.
00:30:42: Da gab's keine Zurückweise von irgendeiner Speise.
00:30:47: Meine Mutter hat außerdem gut gekocht und meine Frau auch.
00:30:51: Was auf den Tisch kommt, wird gegessen.
00:30:54: Das habe ich beibehalten bis zum heutigen Tag.
00:30:58: Haben Sie ausreichend auf Schlaf geachtet?
00:31:01: Ich konnte oft nicht früh schlafen, weil es beschäftigt war bis spät in den Abend hinein und ja eigentlich hat auch der kurze Schlaf mir ausgereicht.
00:31:16: Und ja ... Bei mir war vorrangig Das Arbeiten und die Pflichterfüllung.
00:31:29: Und das, was übrig blieb an Freizeit, das habe ich dann natürlich auch gelossen.
00:31:37: Ich hab in Genn gewandelt, hab Genn gemütliche Tage verbracht und gesellige Tage so ... So bin ich jetzt fast hundertfünf
00:31:49: geworden.".
00:31:50: Haben Sie sich irgendwann die Frage gestellt?
00:31:53: Wie man weiterhin so zufrieden alt wird?
00:31:57: Ach nein, wie der Tag kam.
00:32:00: So habe ich ihn genossen und hab auch immer das lange Leben jeden Geburtstag als großes Geschenk registriert.
00:32:10: Und so werde ich das vielleicht in diesem Jahr noch mal erleben, wenn ich hundertfünf Jahre alt werden
00:32:20: darf.".
00:32:21: Sie sind ein gläubiger Mensch!
00:32:23: Wie hat sie das durchs Leben getragen?
00:32:31: Und das hab ich auch bekannt, bei den Soldaten zum Beispiel.
00:32:58: Ich glaub, bewusst in dem Urlaubsantrag ... Wenn ich in Kiel war, ich war der Marineflagg.
00:33:09: Wenn ich sondags in den ... mir Urlaub verschaffen wollte, da musste man den Grund angeben und da hab ich hingeschrieben, Kirchgang!
00:33:21: Die Leute sollten schon wissen, dass ich ein gläubiger Mensch bin.
00:33:26: Was waren Werte die Sie in Ihrem Leben weitergebracht haben?
00:33:32: Mir treu zu bleiben, der Sache treuzubleiben, den Menschen treuzebleiben – das hilft einem weiter!
00:33:41: Die momentane Weltlage ist schwierig.
00:33:44: Sie haben viele solcher Phasen erlebt.
00:33:47: Wie geht man damit um?
00:33:49: Dass sie Gott vertrauen haben und dass sie auch Vertrauen in die Autorität haben, dass unsere demokratische Ordnung so viel Kraft aufbringt.
00:34:03: Die Demokratie zu bewahren und auch durch schwierige Zeiten zu
00:34:10: kommen.".
00:34:11: Welche ihrer Lebensphasen war die bringeste für Sie?
00:34:16: Also ganz entscheidend ist die jugendliche Phase.
00:34:21: wie man erzogen wird.
00:34:23: Das bleibt hängen das ganze Leben lang.
00:34:26: Ich bin bei der Eltern dankbar, dass sie mich so erzogen haben, dass ich nicht die Zeitströmung gefolgt sind und das von mir abverlangt habe, sondern meine eigene Persönlichkeit, meine Zugehörigkeit zur Kirche gefördert haben Erziehungsinhalt gewesen ist.
00:35:08: Vielen Dank, Herr Gerhardt, dass Sie uns so viel aus Ihrem Leben erzählt haben.
00:35:12: Das ist wirklich sehr spannend!
00:35:14: Jetzt Professor Kempermann – jetzt haben wir ja gerade gesehen, dass Herr Gerhart mehr oder weniger die longevity-Tipps von heute gelebt hat Und dennoch wird der Jahr dieses Jahr hundertfünf.
00:35:27: Es ist also auch viel in der Veranlagung vermutlich, welche Rolle spielen denn die Gene beim Älter werden oder wie alt man wird?
00:35:36: Wir hatten ja am Anfang das Alter sozusagen der physikalische Prozess ist und die Langlebigkeit oder heute longevity das sozusagen was wir an Möglichkeiten mitbringen.
00:35:47: Das sind unsere Gene und diese natürlich sehr unterschiedlich zwischen verschiedenen Menschen.
00:35:55: Wenn man jetzt über alle Menschen in den mittel- sogenannten westlichen Industrienationen guckt, dann ist ungefähr die Hälfte der Varianz genetisch begründet.
00:36:08: Und die Hölfte ist eben dieser Lebensstil um den es geht.
00:36:11: Für den Einzelnen ist das natürlich anders oder das weiß man nicht.
00:36:15: Also ob man jetzt zu denen gehört, die eigentlich genetische voll vorprogrammiert sind oder praktisch kein Spielraum oder ob wir am anderen Ende sind wo eigentlich die Gene sehr liberal mit uns, die genetische Lotterie sehr großzügig mit umgegangen ist und wo wir sehr viel Spielraum haben.
00:36:35: Der Bauch ist halt in der Mitte da werden sich die meisten tummeln und deswegen unabhängig davon was wir wissen unsere Voraussetzungen können wir nicht ändern aber auf den Voraossetzungen aufbauen können wir natürlich dann etwas tun.
00:36:51: Aber jetzt hab ich sie richtig verstanden, das ist nicht ganz sehr unterschiedlich.
00:36:54: Das ist total unterschiedlich?
00:36:56: Ja.
00:36:56: Es kommt natürlich immer die Sache mit.
00:36:58: Nicht rauchen ist praktisch immer gut.
00:37:00: und dann kommt Helmut Schmidt.
00:37:02: Und da soll man sagen ja ... Helmut Schmitt hatte irgendeine genetische Voraussetzung, dass er in der Lage war, Mentholzsegeräten zu Verstoff wechseln.
00:37:11: Das is den meisten Menschen nicht gegeben.
00:37:13: würde man nicht anfangen, mehr Mentholzegeräte zu empfehlen damit man alt wird nur weil es Helmut schmitt gibt?
00:37:20: Und es gibt andererseits eben natürlich auch bedauerlicherweise Lungenkarzinome, weil Menschen die nie geraucht haben.
00:37:26: Das ist das Spektrum.
00:37:29: Das heißt da sind wir einfach unterschiedlich und wir müssen einfach mit dem leben was wir haben.
00:37:35: Deswegen ist auch nicht die Lösung wie das wird auch manchmal ja post-ideal müssen hat alle Genome sequenzieren.
00:37:41: aber das ganze ist so komplexes Da werden wir in absehbarer Zeit nicht hinkommen, nur weil wir wissen, welche Geniale bei Ihnen sind.
00:37:50: Dass Sie ihnen sagen können ja das und das ... Und am Ende muss man sagen ist das ein Leben was wir führen wollen?
00:37:56: Das ist das beste Beispiel dafür dass es eben nicht gut ist.
00:38:02: Und instinktiv oder aus den Umgebungen heraus hat er viele von denen genau gemacht die dann hinterher in diese Statistiken eingeflossen sind aus denen wir wissen dass das eben gut ist relativ einfach ernährt, dass man sich bewegt.
00:38:17: Wandern ist eine Art von körperlicher Aktivität, die ganz viele Elemente haben.
00:38:21: Das ist draußen ... Er hat es ja gesagt mit einem Kollegen und einem Freund kann auch allein machen.
00:38:27: Aber es ist so eine Aktivitäten, die sehr umfangreich eindrücken.
00:38:34: Es ist nicht nur reiner Sport.
00:38:35: Wann macht man die auf dem Fließband im Fitnessstück?
00:38:38: Ich verstehe jetzt.
00:38:40: gesagt.
00:38:41: Das eine ist das körperliche Ernährung, Schlaf und Sport.
00:38:45: aber es ist ja auch der Geist und die Seele, die genährt werden muss damit wir im Alter noch glücklich und fit sind.
00:38:52: wie wichtig ist es denn im Alter auch noch neugierig zu bleiben und neues auszuprobieren?
00:38:58: Es ist unglaublich wichtig.
00:39:01: Also es gibt so zwei Aspekte.
00:39:02: Das eine ist jetzt erstmal gar nicht die Neugierde, aber der eine Faktor den Herr Gerdt ja auch verkörpert ist dass wir eine positive Haltung zum Alter haben also das dieser Prozess nicht etwas ist wo wir nur gegen angucken und das korreliert sehr stark mit dass man auch halt wird.
00:39:20: Wir wissen natürlich nicht, ob das kausal ist.
00:39:22: Also wir wissen nicht sagen, wenn man sich jetzt anerzieht einen positiven Blick zu haben, ob man da wirklich älter wird oder ob das eben umgekehrt ist?
00:39:28: Dass die Leute, die irgendwie was in sich haben, als sie älters werden, es dann auch eine positivere Haltung gibt.
00:39:33: Wahrscheinlich ist es aber so, dass es wirklich die Haltung ist, die das positiv beeinflusst.
00:39:38: Und dann ist diese Sache mit, was uns in der Welt eigentlich aktiv werden lässt.
00:39:45: Das ist dieser Neugier, der Offenheit für Neues und sich das erhalten.
00:39:51: Der Faktor ist ungefähr, wenn man statistisch steht, für die Langlebigkeit genauso wichtig wie diese Ernährungs-Sachen oder... Das ist ein ganz wichtiger Faktore.
00:40:01: Und einer, der wirklich extrem robust beschrieben ist.
00:40:05: Das Wissen, das ist richtig harte Evidenz.
00:40:08: Also wie gesagt, Sie sind heute hier nicht... Wenig
00:40:11: bekannt oder?
00:40:12: Ja ja deswegen kommen sie ja her.
00:40:16: Jetzt haben wir von Herr Gerhard gehört dass er ein sehr religiöser Mensch ist und es gibt ja auch Studien die zeigen, dass einen Sinn im Leben zu sehen auch das Gehirn auf Dauer gesund hält.
00:40:27: Wie sehen Sie das denn?
00:40:29: Ja, das ist auch so.
00:40:30: ein Faktor, den auch nicht viele kennen.
00:40:32: Das sind auch sehr gute Statistiken, dass wer religiös ist oder spirituell – das ist nicht ganz das gleiche aber hat sich eine hohe Deckungsgrad -, dass die auch älter werden und dass auch das Demenzrisiko geringer ist bei religiösen Menschen.
00:40:48: Und da fragen sie sich natürlich was heißt denn das eigentlich?
00:40:51: Was passiert denn da?
00:40:51: Ist das jetzt ein Hinweis auf göttliche Interventionen?
00:40:57: Was spielt dann eine Rolle?
00:40:59: Und am Ende wissen wir es nicht.
00:41:00: Aber ein Faktor, der natürlich da ganz große Rolle spielt oder zwei Faktoren kennen wir den großen Rolle.
00:41:05: ich bin jetzt eines das soziale Religion findet eigentlich nie ganz alleine statt sondern das ist ja Teil einer Gemeinschaft zu sein sich dazu gehöre ich zu finden und eben in der Regel auch in einer Gemeinde verbunden von Menschen, von gleichgesählten Menschen zu agieren.
00:41:24: Und das ist glaube ich ganz wichtig.
00:41:26: Das ist geradezu archaisches Bedürfnis dass wir haben und dem ist da Rechnung getragen.
00:41:33: Das andere haben sie auch gesagt es ist diese Aussichtung dieser Perspektive, diese Sinngebung.
00:41:42: Und das ist ... Wenn die großen Studien dies dazu gibt, die sagen, warum sind Menschen eigentlich glücklich?
00:41:48: Was ist denn der Hauptfaktor für Glück?
00:41:50: und da sind immer zwei Sachen, die daraus kommen.
00:41:52: Das ist die sogenannte Selbstwirksamkeit.
00:41:54: Ich bin in der Lage, meine Entscheidung zu treffen.
00:41:58: Bin ich in der Lage, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu verwirklichen.
00:42:04: Also Selbstwirksamkeit ist sehr stark.
00:42:06: und der andere Faktor ist immer Beziehung Beziehungen und Beziehung hat diese verschiedene Komponenten, die haben ja die sieben-siebzigjährige Ehe angesprochen.
00:42:18: Das ist die sehr persönliche, aber Beziehungsjahr auch mit sehr vielen Menschen, die man nicht so nahe sind.
00:42:24: Und deswegen ist diese soziale Wirksamkeit das nach draußen gehen.
00:42:28: Haben Sie wieder die Neugierde?
00:42:30: Das passt halt alles zusammen!
00:42:32: Und das haben Sie in diesem religiösen Aspekt eben auch... ganz der Bezug zum sozialen und nach draußen über den engen Tellerrand des eigenen Lebens hinaus.
00:42:42: Und deswegen ist das auch unabhängig von der konkreten Religion dieser Effekt, nicht?
00:42:47: Das ist praktisch die ganze Welt wo man es untersucht hat immer wieder rausgekommen dass das so ist.
00:42:52: und Religionen gibt's ja in verschiedenen Spienarten.
00:42:55: Es gibt der böse strafende Gott wenn du nicht und da ist diese Effekt nicht während die Vorstellung eines beim herzigen Gottes einer einer Aufgefangenseins, einer Sinnstiftung.
00:43:09: Der hat eben diesen positiven Effekt und deswegen glaube ich geht das ein bisschen über diese reinen soziale Komponente hinaus.
00:43:15: aber da bewege ich mich als Naturwissenschaftler natürlich auf sehr dünnem Eis.
00:43:20: Spannend.
00:43:20: Ja, jetzt haben wir schon über sehr viele Aspekte gesprochen des Althans.
00:43:24: Wollen wir zum Abschluss noch in die Zukunft blicken?
00:43:27: Wir hatten es am Anfang auch schon angesprochen.
00:43:30: Es gibt ja die Longevity-Anhänger wie z.B.
00:43:33: den Tech-Milliardär Brian Johnson.
00:43:34: Die verkünden Sie werden nicht sterben weil sie sich permanent durch verschiedenste Mittel oder Ernährung von Innen verjüngen.
00:43:43: Glauben Sie denn das es irgendwann so sein könnte dass man nicht mehr sterben muss?
00:43:48: Also ich will es ja nicht hoffen.
00:43:50: Weil, ich glaube das Leben ganz viel von seinem Wert daraus bezieht ist es nicht endlos.
00:43:58: Ich meine jetzt nicht die religiöse Vorstellung des ewigen Lebens sondern es ist ja das ewige Leben in der Welt.
00:44:04: und wenn man jetzt mal nicht davon ausgeht also erstens wenn dass allen Menschen gleichzeitig gelingt dann haben wir natürlich ganz andere Probleme in der welt.
00:44:12: stellen sich vor sie arbeiten dreißig Jahre bis zum Alter von sechzig und dann sind sie dreihundert Jahre Rentner.
00:44:21: Das wird die Sozialkassen natürlich vor ganz andere Probleme, das ist aber nicht der Punkt!
00:44:26: Der Hauptpunkt ist natürlich dass es viele Menschen gibt den Gegni sagen, die ein hohes Alter haben, die sehr dankbar sind, aber die dann auch sagen jetzt ist es auch gut also das mal eine.
00:44:42: Man sagt dann auch lebenssatt, also in einer ganz positiven Haltung sagt es war ein sehr gutes Leben.
00:44:49: Aber das muss jetzt nicht noch mal doppelt so lang sein und dass das Leben seine Würze seinen Wert auch daraus gewinnt, dass wir wissen, dass es endlich ist, dass für uns kostbar ist.
00:45:01: Und dieser Brian Johnson ja der investiert alles da rein einen Ein Bild seiner selbst im Alter von sechsundzwanzig oder so mit dem Irrenaufwand zu konservieren.
00:45:13: Und die Frage ist, was erlebt der dann eigentlich?
00:45:19: Und was kann das ein Ziel sein, dass man in einer Gesellschaft sagt und ich glaube nein.
00:45:27: Wenigsten Leute werden das wollen und genauso wenig wie sie vorhatten Ich werde jetzt hundertfünf Niemand von uns sagen können, ich habe jetzt das Lebensprojekt Hundertfünf.
00:45:39: Sondern wir werden sagen, ich möchte gut durchkommen!
00:45:42: Ich möchte meinen Potenzial so verwirklichen und dann ist irgendwann ja irgendwann wird Schluss sein.
00:45:48: aber das ist eben auch eigentlich dann eine positive Perspektive.
00:45:52: Es spannend zu hören wie Sie als Wissenschaftlern die Zukunft gucken und ich finde es vor allem spannend wenn ich Ihnen beiden zuhöre und ich durfte ja schon ein bisschen Zeit mehr mit Herr Gerhard verbringen, wie doch offensichtlich auch ein bisschen in einem Instinktiv drin ist als Mensch, was einem gut tut.
00:46:08: Und wie man vielleicht zumindest und ich will dann noch mal das Beton des glückliche Altwerden auch macht gar nicht nur immer das lange also waren doch mehr Überschneidung als sich erwartet habe.
00:46:17: eigentlich ja die Wissenschaft auf die Zukunft guckt haben wir jetzt gerade von ihnen gehört.
00:46:23: es bleibt spannend dass nicht alles wünschenswert was wir uns vielleicht erträumen.
00:46:29: Ich habe auch Sie, Herr Gerhard gefragt.
00:46:31: Wir haben gerade gehört, hundertfünfzehn haben sie glaube ich gesagt oder?
00:46:35: Kann man schon locker werden so in dem Dreh.
00:46:38: Das heißt mindestens mal zehn Jahre sind Ihnen noch gegönnt und ich hab Sie gefragt die Woche am Montag zu Hause wie Sie auf Ihre nächsten Jahre und in die Zukunft gucken.
00:46:51: Wie schauen Sie auf ihre kommenden Jahre?
00:46:56: Also auch noch Bedingungen durchstellen?
00:47:00: nur wenn ich gesund bleibe will ich alt werden.
00:47:04: Man muss das hinnehmen, was einem geschenkt wird und man muss auch hinnehmen was einem aufgebürdet wird.
00:47:12: Das gehört zur richtigen Lebenshaltung.
00:47:18: Das nehme ich dankbar hin, bin auch dankbar dafür dass ich gesund bleibe und wenn es noch weitergeht hält diese Dank Prägung an.
00:47:32: Ich bleibe dankbar für jeden Tag, den ich noch am Leben bin und vielleicht sehen wir uns noch ein paar Mal.
00:47:52: Eigentlich
00:47:53: können wir dem gar nichts mehr hinzufügen.
00:47:55: Wir wollen aber weil es einfach hier der Kongress ist und sie ganz nah auch an den Experten die wir haben dran sind zumindest die letzten zwei drei Minuten.
00:48:03: nochmal Fragen an Sie.
00:48:05: gibt es Fragen an Herrn Kempermann?
00:48:07: Danke für die spannenden Ausführungen, Michael Englert.
00:48:10: Ich habe mal gelesen, dass Musiker, wenn sie nicht sonstige Krankheiten haben oder sich Drogen genommen haben... Popmusiker leben kürzer und der durchschnittliche gesund lebende Musiker eigentlich nicht seltenst an Demenz erkrankt weil beide Hirnhälften angeblich immer bewegt werden durch die Musik.
00:48:30: Ist das stimmt?
00:48:31: Also Musik ist auch ein Faktor, der gut ist also dass es keine dementen Musiker gibt.
00:48:37: Das stimmt nicht aber es ist einer der Faktoren, der das Risiko senkt.
00:48:41: Bei der Langlebigkeit gibt's noch die interessante Beobachtung, dass Dirigenten offensichtlich sehr oft sehr alt werden.
00:48:48: Herbert Blomstedt hat es neunundneunzig und wir sind ja in Dresden warten wie er nächstes Jahr mit hundert noch wieder dirigieren wird.
00:48:57: Ich war gerade in einem Konzert mit neunundneunzig.
00:49:01: Das ist schon sehr eindrucksvoll, das gibt es natürlich.
00:49:05: und die Frage ist wie funktioniert denn das?
00:49:09: Was ist Musik für das Gehirn?
00:49:11: Denn Musik wie wir das machen kommt im Tierreicher nicht vor, das ist einer der Faktoren, der wirklich essenziell humanen ist.
00:49:19: Und was da im Gehirnt passiert ist und warum das eben eine Form... Ist übrigens auch eine Form von Bewegung.
00:49:26: Warum das so wirksam ist, das ist total interessant.
00:49:30: Das ist eines meiner Lieblingsthemen aber ... Wir wollen ja noch was anderes unterbringen.
00:49:35: Sechsmal vielen Dank für den Vorrag und Vorsachen auf die tolle Moderation!
00:49:39: Ich habe eine Frage.
00:49:40: Es gibt da zwei Hirnhälften.
00:49:41: Einer ist der ARD-Datenfaktenzahlen.
00:49:44: Anderer ist mehr für die Kreativität.
00:49:46: Welche Funktion hatten im Zug aufs Alte?
00:49:49: Die zweite Hirnhelfte, dass man die Fleisch ein bisschen mehr aktiviert.
00:49:53: Ja es sind Mötos ne?
00:49:56: Das stimmt so nicht.
00:49:58: Das stimmt in dem Sinne, dass das Gehirn eine gewisse Lateralität hat.
00:50:03: Das ist richtig.
00:50:03: Wir haben ein paar Aufteilungen aber sie brauchen immer beides.
00:50:08: und diese Experimente die der Herr Perry damals gemacht hat mit sehr eleganten und schwierigen Experimenten mit Patienten bei denen die Hirnhälften aus chirurgisch getrennt wurden um Epilepsie zu behandeln Die arbeiten natürlich mit einer ganz artificiellen Situation.
00:50:27: Und das hat dazu geführt, dass wir genau diese Vorstellung haben.
00:50:31: die eine Hälfte ist die Kreative und die andere ist so die Nüchternrationale.
00:50:35: So einfach ist das eben nicht!
00:50:37: Ich glaube wenn sie gut alt werden wollen dann sollten Sie was für ein gesamtes Gehirn tun... Das spielt sich das Ganze ein bisschen mehr kreativ ab, also in der Deutung rechtshemysphärisch und die anderen machen halt gerne eben so Doku oder sowas.
00:50:54: Die sind dann dann eben ein bisschen eher linkshemyspherisch.
00:50:56: aber am Ende brauchen sie immer das ganze Gehirn auch für beides übrigens.
00:51:02: Vielen Dank für die Frage!
00:51:02: Das ist eine wichtige Frage, die kommt auch häufiger, das ist sehr gut.
00:51:06: Aber in der Zuflitzung ist es ein Mythos.
00:51:12: Sie sind Gehirnforscher und ich habe den Eindruck gehabt, dass sie also alles eigentlich auf die Gehirnaktivitäten oder sehr stark darauf konzentriert haben.
00:51:24: Wenn man sich aber mit der Sache etwas befasst, ihnen ist bekannt, dass zwei Drittel ihrer Körpermasse verdautes Eiweiß ist.
00:51:31: Und zwar verdaut es Eiweiss!
00:51:34: Und nicht verdaut.
00:51:34: das Eiweis gibt Entzündungen Und es gibt ja in Japan die Sache, man soll nur ein Drittel des Essens weglassen.
00:51:47: Damit man den Körper nicht so sehr belastet.
00:51:51: Aber dieses Thema verdautes Eiweiß ist in der Wissenschaft bisher viel zu kurz gekommen und ich glaube wenn man hört das Dickdarmkrebs einer der häufigsten Todesursachen ist dann sollte man der Sache etwas mehr Aufmerksamkeit widmen.
00:52:11: Ich weiß jetzt nicht, was verdautes Eiweiß ist.
00:52:14: Aber natürlich spielen Stoffwechsel eine immense Rolle.
00:52:18: Entzündung spielt eine große Rolle der es führt dann so in diesen Ratschlägen also Zahnseide benutzen zur Alzheimer-Prophylaxe das klingt ja immer lustig ist auch gar nicht ganz verkehrt weil Information ist einer der Faktoren und die weniger chronische entzündungen Sie haben das besser.
00:52:35: deswegen ist in der Tat Zahngesundheit gut fürs Gehirn.
00:52:41: Der Darm war eine große Rolle spielt.
00:52:43: Das ist in den letzten Jahren sehr ins Zentrum gekommen, ich kann nicht sagen dass das nicht bearbeitet würde.
00:52:48: also das spielt schon alles in der Rolle.
00:52:51: nur Das ist ja genau mein Punkt.
00:52:55: Wir müssen eigentlich alles angucken und wenn wir dann alles ang gucken, dann ist das eigentlich nicht mehr lebensfähig?
00:53:02: Dann müssen Sie an allen Schrauben drehen!
00:53:04: Dann haben sie eben diese Ernährungsratschläge mit Intermittentfasting oder so was.
00:53:11: Kann man alles möglich machen... Und ich glaube, dass es richtig, da ist nichts falsch dran.
00:53:16: Aber das führt nicht zu einem Leben, dass wir führen wollen.
00:53:21: Niemand lebt um seine Blutfette einzustellen oder einen Blutdruck zu haben.
00:53:27: Er lebt mitten im Blut druck, um dann gesund und glücklich zu sein.
00:53:32: Und gutes Alter ist mit Krankheit kompatibel.
00:53:37: Es gibt viele Menschen die sind alt und sehr zufrieden aber die haben durchaus ein paar Diagnosen.
00:53:47: Das ist glaube ich das Wichtige, oder gegen Brian Johnson.
00:53:51: Man muss das nicht alles einzeln korrigieren und ich wollte um das was Sie sagen nochmal aufzugreifen wirklich nicht dass Alles hier auch Physiologie reduzieren.
00:54:00: Ich glaube wir haben auch über Religion unter all diese Themen gesprochen.
00:54:04: Eigentlich geht es mir genau um das Gegenteil.
00:54:06: Ich möchte eigentlich, dass wir den Faktor, den Sieben genannt haben und all diese anderen Punkte irgendwie zusammennehmen aber nicht um daraus eine endlose Strichliste zu machen, sondern zu sagen wie lebe ich denn?
00:54:16: Wie möchte ich denn eigentlich leben und was passt für mich da rein?
00:54:20: wenn ich das mehr so angucke wo spielt's ne Rolle Einigermaßen vernünftig zu ernähren, mich ein bisschen oder ganz gut zu bewegen in der Welt.
00:54:28: meinem
00:54:29: Kopf was zu tun zu geben dann sind wir auf einem guten Weg ohne Verkrampfung und da sind wir ja auf dem Sondertrajektorieviel gehört eben auch.
00:54:39: Und da können wir optimieren wenn man das möchten.
00:54:42: aber dass eine Lebenshaltung die nur darauf auszieht jetzt nur Jahr am Ende funktioniert nicht glaube ich.
00:54:52: Vielen Dank, Prof.
00:54:53: Kempermann!
00:54:53: Ach so, da ist noch eine Frage?
00:54:55: Ja gut dann...
00:54:56: Die machen wir glaube ich noch.
00:54:57: ansonsten dürfen Sie auch nochmal Kaffee trinken und Kuchen essen weil Genuss gehört ab und zu dazu.
00:55:02: Bevor der Kanzler kommt... Beim Genuss bin ich auch.
00:55:05: abschließend wie steht es denn mit dem Alkohol?
00:55:10: Genau, da kann man auf die FAZ von dieser Woche fragen.
00:55:14: in einer Wissenschaft hat sie Das ist natürlich immer so ein großes Thema.
00:55:21: Erst mal ist natürlich so, Alkohol ist nicht gut und die Frage ist immer, ist ein bisschen Alkohl nicht vielleicht doch gut?
00:55:28: Das passt eben zu diesem mediterranen Thema wo man sich vorstellt, das Rotwein beim Abendessen am langen karierten Tisch mit der ganzen Familie, da spielt der Alkool eine ganz andere Rolle Und der gegenwärtige Stand ist wahrscheinlich so dass wenig Alkohol regelmäßig für viele Leute eigentlich ganz gut ist.
00:55:47: Vor allen Dingen Rotwein, aber es ist recht wenig und das hat mehr diese soziale und diese Lebensart Komponente.
00:55:55: die Frage ob das eine physiologische Komponent hat das wissen wir nicht so richtig.
00:55:59: theoretisch verbessert ein kleines bisschen Alkohol, so das Blutzuckerprofil etwas bei Mahlzeiten.
00:56:07: Ich weiß immer nicht ob das eine Rolle spielt dabei.
00:56:09: ich finde den Gedanken aber schön in dieser mediterranen Idee dass man sagen ja das passt da eigentlich ganz gut rein und das ist eben mal weg auch von dieser nackten Physiologie.
00:56:20: Das hat das drückt eben wieder das miteinander das zusammen das soziale das freundliche aus.
00:56:28: haben sie mal Haben Sie eine Frage?
00:56:31: Das machen wir noch.
00:56:32: Ja, das ist das Glas Rotwein und hat es bei Ihnen auch
00:56:35: gefragt.
00:56:36: Hab ich nicht gefragt!
00:56:37: Gebe ich zu...
00:56:41: Oder Appleboy?
00:56:42: Ein
00:56:43: Glas RotWein?
00:56:46: Ja, haben sie den getrunken?
00:56:47: Ob ich ihn Lust
00:56:48: habe.
00:56:48: Ob's nicht jetzt nicht aber... Den Eindruck abzuzuher hat der einen getrunkt.
00:56:58: Herr Gerhard hat auch gesagt ... Wie gesagt, das ist ein bisschen... Aber Sie dürfen gerne auch nach vorne kommen und ihm eine Frage stellen oder mit ihm ins Gespräch kommen.
00:57:06: Wir wollten ihn nicht rausnehmen aus der Fragerunde aber es ist für ihn einfach einfacher im Zwiegespräch.
00:57:12: Dann wollen wir zum Ende kommen.
00:57:14: Das Thema Alkohol werden wir weiterhin in der FHZ aufgreifen.
00:57:19: Vielen Dank Professor Kempermann und Herr Gerhardt dass wir sie heute hier begrüßen durften!