F.A.Z. Gesundheit

F.A.Z. Gesundheit

Hier geht es um Ihr Wohlbefinden!

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:03: Herzlich willkommen zu einer neuen FAZ-Gesundheits-Podcast-Ausgabe.

00:00:08: Mir ging übersetzt jetzt wieder David zurück aus dem Urlaub.

00:00:13: Herzlich willkommen.

00:00:14: Hallo Leciahi.

00:00:15: Schön, dass du da bist.

00:00:16: Heute geht es um ein Thema, da habe ich mir tatsächlich vorher echt überlegt, wie geht man das an und mache ich damit zu viel Panik?

00:00:23: und tatsächlich ist ... Oder ich sage erstmal das Thema, es geht um Mikroplastik.

00:00:28: Und tatsächlich ist zwischen der Aufnahme mit meinen beiden Expertinnen und unserem Gespräch heute nochmal ein paar Studien hochgekommen, die sagen, oh, die Panik, wie viel Mikroplastik wir im Körper haben, ist wirklich übertrieben.

00:00:39: Die Studien sind nicht gut gemacht, man muss da Vorsichts walten lassen.

00:00:43: Trotzdem habe ich mich ja am Ende, auch ohne das jetzt noch mal zu lesen, entschieden, es zu machen, weil es wiederum was ist, was sich komisch anfühlt.

00:00:50: Oder wie geht es dir, wenn man hört, wir haben so viel Mikroplastik in unserem Körper?

00:00:54: Ich glaube, es ist ein Thema, das sich wahnsinnig gut für Angst, Panik und Alarmismus eignet, denn es hat sowas vom unsichtbaren Feind, unsichtbare Bedrohungs.

00:01:05: bisschen wie eine Viruserkrankung vielleicht.

00:01:07: Man weiß nicht, wann fängt man sich das ein?

00:01:09: Wo ist das überall?

00:01:10: Was kann ich tun?

00:01:11: Man sieht es nicht, man riecht es nicht, man schmeckt es nicht, man kann es nicht fühlen, wo was drin ist.

00:01:17: Und es ist auch ein lauter Ding, die wir aber auch irgendwie machen und nutzen müssen.

00:01:20: Also jetzt ist ja irgendwie wohl rausgekommen.

00:01:23: Es gibt das auch in Glasflaschen.

00:01:24: Also diese Idee, ich trinke keine Plastik, also ich trinke nicht mehr aus Plastikflaschen, sondern aus Glasflaschen ist irgendwie auch nicht so der richtige Schutz.

00:01:31: Also das besprechen wir auch im Podcast.

00:01:33: wenn ich mir nicht Panik machen lasse.

00:01:35: Ich hab trotzdem mich drum herum.

00:01:38: Ja, das ganze schwere Geschleppe umsonst von den Glasflaschen jetzt.

00:01:41: Genau.

00:01:42: Ich hab

00:01:43: bei der Vorbereitung an ein Thema gedacht, das auch schon länger kursiert und das vielleicht ein bisschen ähnlich gelagert ist.

00:01:50: Und zwar sagt ihr die Abkürzung P-F-A-S.

00:01:54: Was?

00:01:56: Ja, aber ich könnte dir jetzt nicht sagen, für was die ganz genau steht.

00:01:58: Du bist aber vorbereitet gegenüber mir.

00:01:59: Ich guck

00:01:59: mal auf mein Zettel, ich versuch's einmal richtig zu sagen, das sind die Pär- oder polyfluorierten Alkylsubstanzen, auch Ewigkeitschemikalien genannt.

00:02:08: Und da hat man Anfang der zweitausender Jahre festgestellt, dass das in Valen, die man, ich weiß nicht, ob man die gefangen hat, aber irgendwie hat man das in den Valen gemessen, dass in deren Organen relativ viel von diesen Ewigkeitschemikalien vorhanden ist und da die eben ganz oben in der Nahrungskette steht.

00:02:24: war das ein Indikator dafür, dass man da was tun muss.

00:02:28: Und Anfang der zweitausender Jahre hat sich dann die Politik global durchgerungen, den Ausstoß dieser Ewigkeitschemikalien weitestgehend zu verbieten oder zu begrenzen oder die Produktion und Verwendung von diesen Substanzen eben zu unterbinden.

00:02:43: Und man hat tatsächlich von nineteen sechsten achtzig bis jetzt zwei tausend dreien zwanzig einen Rückgang von sechzig Prozent in den Wahlen messen können.

00:02:53: Ich denke vielleicht, dass das auch ein ganz guter Anhaltspunkt für das Thema Mikroplastik.

00:02:57: Das ist ein Thema, das jetzt gerade viel Aufmerksamkeit bekommt, das vielleicht auch zum ersten Mal so viel Aufmerksamkeit bekommt, weil es auch wichtig ist.

00:03:06: Das muss allerdings nicht heißen, dass es eine Bedrohung ist, die uns alle dahin raffen wird.

00:03:10: Also da kann man jetzt in der Entwicklung betrachten, was passiert.

00:03:15: Ja, aber dein Beispiel und deine Recherche zeigt ja aber auch... Definitiv wird es ja nichts Gutes bewirken, so viel Mikroplastik in sich rumzutragen.

00:03:22: Das heißt, die Idee jetzt ein bisschen einzuschreiten und es da, wo es möglich ist, zu vermeiden, ohne dass man jetzt gleich Panik machen will, zeigt ja die Wahlgeschichte.

00:03:33: Ja, richtig.

00:03:34: Ich habe mal geschaut, wo kommt denn dieses Mikroplastik eigentlich her im Alltag?

00:03:38: Und das sind natürlich unglaublich viele Quellen.

00:03:40: Es kommt nahezu überall her, es ist nahezu überall drin.

00:03:43: Aber eine Zeit, die ich wirklich interessant fand und die stand vom Frauenhofer-Institut, ist, dass pro Kopf pro Jahr ungefähr neunhundert, achtundneunzig Gramm Abrieb-Autorreifenmaterial

00:03:56: in die

00:03:56: Luft gelangen.

00:03:57: Das sagen meine Experten erzählen das auch.

00:03:59: Ja,

00:03:59: das ist fast ein Kilo.

00:04:01: Das finde ich unglaublich, Autoreifen.

00:04:04: Ja, das ist echt, also wie gesagt, wir wollen ja nicht irgendwie Alarm schlagen, aber es ist auch einfach mal interessant, sich überhaupt klarzumachen, wo das alles ist und was eigentlich Mikroplastik ist.

00:04:14: Da macht man sich ja, wird man ja auch sonst verrückt werden, aber das macht man sich im Alltag ja eigentlich gar nicht so viele Gedanken.

00:04:21: Ja, David, vielen Dank für den Input und den Blick auf die Wale, den es heute ein bisschen besser geht als vorher.

00:04:27: dann legen wir doch mal los mit dem Thema, was irgendwie umstritten ist und sich irgendwo zwischen Alarmismus und Entspannung befindet und wo es aber, glaube ich, einfach Sinn macht, einmal sich damit zu beschäftigen und zuzuhören.

00:04:43: Und ich habe mir ... Weil es eben so vielschichtig ist, auch gleich zwei Experten zu diesem Thema eingeladen.

00:04:49: Die eine kennen Sie schon aus anderen Podcasts und aus der Sonntagszeitung.

00:04:52: Es ist Dr.

00:04:53: J. L. Adler.

00:04:55: Sie hat nicht nur eine Kolumne bei uns in der Sonntagszeitung, sondern sie ist auch Ärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten.

00:05:01: Wenhalkunde Ernährungsmedizin Berlin.

00:05:03: Sie betreibt eine ... Podcast an den eigenen und sie ist Autorin von einigen Bestsalern.

00:05:08: Ihr jüngstes Buch heißt Genial Ernährt.

00:05:11: Und auch heute bei mir ist Dr.

00:05:13: Birgit Heinig-Röschert.

00:05:15: Sie hat an der Universitätsklinik in Wien wissenschaftlich gearbeitet.

00:05:20: Ihr Schwerpunkt ist die Umweltmedizin und heute ist sie Internistin in Berlin mit dem Fokus auf funktionell oder integrative Medizin und eben ganz besonders auf der klinischen Umweltmedizin.

00:05:34: Ich freue mich sehr, dass die beiden Damen heute bei mir sind.

00:05:38: Mich kennen sie.

00:05:39: Mein Name ist Lucia Schmidt.

00:05:40: Ich bin Redakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Medizinerin.

00:05:45: Und freue mich, dass wir jetzt loslegen können.

00:05:47: Sie uns heute zuhören und sagt herzlich willkommen, Frau Dr.

00:05:50: Adler und Frau Dr.

00:05:52: Heinrich Rochert.

00:05:53: Willkommen im Podcast.

00:05:55: Hallo.

00:05:56: Danke für die Einladung.

00:05:59: Wir kennen uns jetzt schon aus diversen Vorgesprächen und JL.

00:06:02: Wir kennen uns auch schon lange in der Zusammenarbeit und haben gesagt, wir duzen uns, weil ihr euch auch sehr, sehr gut kennt und viel zusammenarbeitet, nicht nur im Thema Mikroplastik.

00:06:11: Ich freue mich, dass ihr da seid und ich habe schon gesagt, ich finde das ein... Echt spannendes Thema, was man oft im Alltag so wegschiebt.

00:06:18: Man hört das immer mal wieder und dann denkt man, ach, betrifft mich schon nicht und wird schon nicht so schlimm sein.

00:06:23: Ich will aber heute mal wissen, wie schlimm ist es eigentlich.

00:06:26: Und um zu verstehen, von was wir hier eigentlich reden, die erste Frage an euch, es ist ja so ein sperriger Begriff.

00:06:33: Was verstehen wir eigentlich unter Mikroplastik?

00:06:37: Also

00:06:37: Mikroplastik ist eigentlich alles bis zu einem Mikrometer Größe.

00:06:42: Alles, was darunter ist, ist dann Nanoplastik.

00:06:46: Und die Größen sind deshalb sehr wichtig, weil die natürlich andere Aufnahmewege haben, anders in den Körper kommen, anders auch sozusagen verstoffwechselt werden.

00:06:57: Oder eben, also Verstoffwechselung ist vielleicht der falsche Ausdruck, aber anders ausgeschieden werden.

00:07:02: Der Körper geht anders damit

00:07:03: um.

00:07:04: Das heißt, wir unterscheiden jetzt gar nicht unbedingt in der Art des Plastiks, sondern bei Mikro und Nano geht es um die Größe und die ist eben entscheidend, dass wir sie überhaupt aufnehmen können.

00:07:12: Hab ich das richtig verstanden?

00:07:14: Richtig, richtig.

00:07:15: Also Nanopartikel sind natürlich im Nanometer-Bereich, die sind viel kleiner als Mikrometer, als das Mikroplastik.

00:07:23: Und die können theoretisch natürlich auch in Zellen eindringen, weil sie so klein sind, dass sie zum Beispiel im Darmepetel in die Zellen eindringen können.

00:07:33: Wobei Mikroplastik, also die größeren Stückchen, zu einem Großteil wieder ausgeschieden werden über den

00:07:39: Darm.

00:07:40: Was vielleicht ein interessanter Größenvergleich ist, das Nanoplastik hat man ja auch lange gar nicht so messen können und nachweisen können.

00:07:47: Aber das macht einen riesengroßeren Anteil noch ausweisen, noch kleinere Partikel.

00:07:52: Und die gehen so gut in die Zellen, weil die im Grunde so groß sind wie Viren.

00:07:56: Also die können natürlich die Zellmembranen überwinden.

00:07:59: Man sagt ja, Nanoplastik ist zehn bis hundert Nanometer und in dem mittleren Bereich ungefähr sind Viruspartikel.

00:08:05: Richtig, richtig.

00:08:06: Und die haben natürlich physiologisch ein ganz anderes verhalten als das Mikroplastik.

00:08:13: Und das ist natürlich auch immunologisch.

00:08:15: wirksam ist alles, weil natürlich alles ein Eindringing ist.

00:08:18: und auch Mikroplastik.

00:08:19: Also es ist ein innertes Material.

00:08:21: Das ist jetzt chemisch nicht reaktiv.

00:08:26: Es bindet sich nicht, es ist nicht geladen, aber es wird vom Körper wie ein Parasit oder wie ein Bakterium gehandelt.

00:08:35: Und Mikroplastik hat so eine dreidimensional, so eine Schraubenstruktur.

00:08:40: ähnelt eigentlich an der DNA.

00:08:42: Das fordert natürlich das Immunsystem.

00:08:46: Man muss sich noch mal die Größe vergegenwärtigen.

00:08:48: Also Nanoplastik ist zehn bis hundert Nanometer groß und Viren sind achtzig bis hundertzwanzig Nanometer groß.

00:08:55: Also Viren sind manchmal sogar noch ein bisschen größer als die kleinen Nanopartikel.

00:09:01: Ein interessanter Vergleich, weil man ja schon als Mensch sich Wiren gar nicht vorstellen kann, wo die überall um uns herum sind.

00:09:08: Von daher wird klar, wir können Nanoplastik eigentlich überhaupt nicht wahrnehmen und es auch nicht davor schützen.

00:09:13: so richtig.

00:09:14: Richtig.

00:09:15: Und wir konnten es auch nicht nachweisen bis vor Kurzem.

00:09:18: Zudem zur Definition, was ist Mikroplastik, muss man auch noch sagen, es gibt ganz unterschiedliche Quellen, wie dieses Mikroplastik beziehungsweise daraus entstehend auch das Nanoplastik zustande kommt.

00:09:28: Zum einen gibt es Absichtlich kleine Mikroplastikpartikel, die jetzt aber, Gott sei Dank, seit dem Jahr zwanzig verboten worden sind, zum Beispiel in der Kosmetik, wo man so Mikroperlen hergestellt hat, aber auch Industriegranulate sind da betroffen gewesen.

00:09:44: Und dann gibt es die sekundären Mikroplastikpartikel, die durch den Zerfall größerer... Zahnbürsten, Plastikflaschen, Badelatschen entstehen, Verpackung aller Art und auch durch ganz massiv Autoreifenabrieb.

00:09:58: Das ist übrigens die größte Quelle.

00:10:00: Und dann gibt es noch die synthetischen Textilien, die in der Waschmaschine schön Mikroplastik abgeben, also Polyester und Nylon.

00:10:07: Das

00:10:07: ist jetzt meine Frage gewesen, weil ich habe in der Vorbereitung auch gesehen, es gibt ja ganz unterschiedliche Wege, wie wir Mikroplastik ausnehmen.

00:10:13: Das habt ihr ja gerade sozusagen angefangen anzudeuten.

00:10:16: Also wir können es über die Nahrung machen, über das Trinkwasser.

00:10:19: über Kosmetika, das ist jetzt ein bisschen geschützter, und auch über die Luft.

00:10:23: Was ist denn der Hauptweg?

00:10:25: Über was nehmen wir am allermeisten Mikroplastik auf?

00:10:28: und Nanoplastik, wisst ihr das?

00:10:30: Also die Hauptwege sind sicher einerseits oral, also über Nahrung und natürlich auch über Atmen.

00:10:36: Wir atmen jeden Tag zehntausend Liter Luft.

00:10:39: Wir trinken zwei Liter Wasser, ungefähr einen Durchschnitt und wir essen circa zwei Kilogramm Nahrung.

00:10:44: Und das können wir eigentlich heutzutage gar nicht mehr beeinflussen.

00:10:49: Also über die Luft sowieso schon mal gar nicht, weil Autoabrieb etc.

00:10:53: Also selbst wenn wir relativ safe wohnen, es ist einfach ubiquitär vorhanden, es ist überall.

00:11:01: Und über die Nahrung... Auch wenn ich jetzt in den Biolaben gehe und mir das Fleisch kaufe und der Verkäufer sagt super, ich habe da jetzt gerade noch ein super Rinderfilet, der holt das dann von der Kühlkammer und es ist in Plastik eingepackt.

00:11:15: Ja, also wir entkommen dem gar nicht mehr und wir sehen es nicht.

00:11:18: und gerade diese... ultra processed foods, also diese ultraprozessierten Nahrungsmittel, die ja die Teenager heutzutage essen, mit denen Menschen aufwachsen, Kinder aufwachsen.

00:11:30: Die werden eben produziert in Plastikbehältern, mit Plastikschläuchen, also mit irgendwelchen Pulvern und Chemikalien und dadurch, das ist natürlich ein riesen Aufnahmeweg.

00:11:42: Plus natürlich Wasser.

00:11:43: Wir wissen alle, dass im Plastikflaschen Mikroplastik ist.

00:11:48: Jetzt finden wir allerdings auch heraus, dass in Glasflaschen Mikroplastik ist.

00:11:53: Das kommt durch verschiedene Wege in uns, also einerseits durch Reinigung, andererseits auch durch den Stoppel, durch den Verschluss.

00:12:02: Also wir sind dem ausgeliefert und das im Trinkwasser aus der Leitung sowieso Mikroplastik ist.

00:12:09: Und PFAS, die ist im Übrigen auch vom Himmel regnet.

00:12:13: Selbst wenn wir unser eigenes Gemüse anbauen.

00:12:16: PFAS müssen wir vielleicht erklären, die Ewigkeitschemikalien.

00:12:18: Das sind

00:12:19: die Ewigkeitschemikalien, genau.

00:12:21: Die bauen sich niemals ab.

00:12:22: Wir kennen es vielleicht von den Teflompfannen.

00:12:24: Das ist in aller Munde gerade im wahrsten Sinne das Wort.

00:12:28: Wenn wir in Teflompfannen braten, je älter die Pfanne, desto schlimmer, dann ... essen wir Pefas.

00:12:34: Oder da war auch eine ganz große, ein Riesenproblem, dass Pefas in Bio-Eiern sind, in bestimmten Bio-Eiern.

00:12:42: Weil Fischmehl verarbeitet wurde oder zum Fressen gegeben wurde den Hühnern.

00:12:47: Ich glaub, das war in Dänemark, war das diese große Krise.

00:12:51: Und dadurch waren Pefas in Hühnereiern nachweisbar.

00:12:54: Also, wir entkommen dem nicht.

00:12:56: Man muss sich das noch mal ganz klar machen.

00:12:58: Also weder Leitungswasser noch Flaschenwasser und sei es so ein ganz edles Mineralwasser ist frei.

00:13:05: von Schadstoffen im Sinne von Mikroplastik, Nanoplastik und Ewigkeitschemikalien.

00:13:10: Man findet, diese Ewigkeitschemikalien, die ja eigentlich zu Teilen auch verboten worden sind vor vormundzwanzig Jahren, die sind immer noch nicht abgebaut und regnen ab auf dem tibetanischen Hochplaton, sind in der Antarktis und überall.

00:13:23: wir entkommen dem nicht.

00:13:25: Und eben auch mit der Entscheidung für welches Wasser ich mich da jetzt, also was ich kaufe, was ich nutze, Leitungswasser oder Flaschenwasser.

00:13:32: Auch

00:13:32: da kommen wir nicht drum herum.

00:13:33: und wie Der Birgit ja gerade sagte, es ist ja zum einen der Prozess der Verarbeitung des Wassers, zum anderen, was vielleicht im Deckel noch in die Glasflasche übertritt.

00:13:44: Und dann aber auch eine Zeit lang wurde gesagt, dass die Petflaschen doch einigermaßen sicher sein.

00:13:49: Aber wir wissen ja gar nicht, ob die nicht auf der Reise erwärmt worden sind.

00:13:52: Und dann sind sie wiederum gar nicht sicher, weil Wärme natürlich wiederum Partikel rauslöst.

00:13:57: Und dann auch jede mechanische Belastung, also dieser Abrieb, der da geschieht.

00:14:01: Also man könnte fast verrückt werden.

00:14:03: Und es gibt sogar eine ganz Gruselige Zahl.

00:14:07: Der World Wildlife Fund hat im Jahr two-tausend-neunzehn gesagt, ein Mensch würde pro Woche... auf diese vielfältigen Aufnahmeweisen.

00:14:16: Fünf Gramm Plastik in sich aufnehmen.

00:14:18: Wenn man das überspitzt, sagt es das quasi wie eine Kreditkarte.

00:14:22: Ob das jetzt stimmt oder nicht, es ist eine nennenswerte Menge und die Studienlage ist leider noch gering.

00:14:28: Wir beschäftigen uns noch viel zu wenig mit den Effekten.

00:14:31: Es ist eine ganz junge Wissenschaft.

00:14:33: Und weil wir auch von die Quellen angesprochen haben, Birgit sagt ja auch schon, wir atmen auch ganz viel ein, gerade auch Reifenabrieb oder ... Textilfasern, die durch die Luft pusten.

00:14:43: Aber wir essen Fisch, wir essen Meeresfrüchte, wir essen Tafelsalz und Meersalz und Honig und Zucker.

00:14:49: Und das ist überall da

00:14:51: mit drin.

00:14:52: Richtig, richtig.

00:14:53: Also wir kommen einfach nicht mehr drum hin.

00:14:56: Und deshalb müssen wir einfach schauen, dass unser Körper intakt bleibt, dass wir das auch gut ausscheiden können.

00:15:02: Das heißt, dass unser Darm gut ist.

00:15:04: Das andere Problem ist natürlich, dass Mikroplastik auch unser Darm Mikrobiom angreift und verändert.

00:15:11: im schlechten Sinne.

00:15:12: Über den Darm wird, man sagt, ca.

00:15:14: neunzig Prozent des Mikroplastiks ausgeschieden.

00:15:17: Und der Rest geschieht, also wir wissen es noch nicht ganz genau, aber mit Nanoplastik zum Beispiel, das JAL auch schon gesagt hat, das kann in die Zelle gehen und da gibt es dann eben auch andere Abbauwege.

00:15:28: Vielleicht ganz kurz, bevor wir jetzt sozusagen ganz viel springen in den Themen, einmal noch zusammengefasst, einfach für die Hörerinnen und Hörer, die sich ja nicht so gut auskennen wie ihr.

00:15:36: Klar habt ihr gerade sehr eindrucksvoll erzählt, es ist einfach überall und eigentlich entkommen wir dem nicht.

00:15:40: Es ist aber auch tatsächlich so, bevor wir auf den Darm gehen, man hat es auch tatsächlich fast in allen Organen mittlerweile gefunden.

00:15:46: Das ist richtig.

00:15:47: Also es wird im Körper auch überall hin verteilt.

00:15:49: Ich habe gelesen im Gehirn, im Magen-Darm-Bereich, man hat es aber auch... in Blutgefäßen gefunden.

00:15:55: Das wollte ich noch mal an der Stelle betonen.

00:15:57: Das ist richtig.

00:15:58: Also es breitet sich aus.

00:16:00: Richtig.

00:16:01: Man muss aber auch sagen, dass es extrem schwer zu messen ist.

00:16:04: Also fürs Gehirn hat man eigentlich immer gesagt, Mikroplastik ist zu groß, um ins Gehirn zu gelangen.

00:16:09: Und eigentlich ist das Nanoplastik das Problem, dass über die Bluthirnschranke zu gewissen Teilen in das Gehirn kommen kann.

00:16:17: Wenn ich natürlich jetzt Proben, Entnehme und Messe.

00:16:23: Es ist ja alles aus Plastik.

00:16:25: Das heißt, es können auch natürlich Artefakte da drin sein, also methodische Artefakte entstehen.

00:16:32: Es können Kontaminationen sein.

00:16:34: Das ist natürlich alles wahnsinnig schwierig zu messen.

00:16:38: Aber wir können auf alle Fälle sehen, auch mittels Infrarotspektroskopie, welche Art von Polymeren oder welche Art von Kunststoff im Gewebe ist.

00:16:47: Und das ist da ist, Das ist ganz außer Frage.

00:16:50: Ich würde ganz gerne noch einmal die Haut in den Fokus stellen, weil ich als Hautärztin oft gefragt werde, nehme ich denn Mikroplastik auch über die Haut auf.

00:16:59: Und die Haut ist tatsächlich als einziges Organ relativ robust und hält eine ganze Menge draußen.

00:17:05: Aber trotzdem gibt es einen wichtigen Hautpunkt, den ich nochmal unterstreichen wollen würde.

00:17:09: Ich hatte vorhin gesagt, dass sie in Kosmetikprodukten diese Kügelchen verboten sind.

00:17:14: Aber was nicht verboten ist, sind die Beimengungen, die quasi so eine Art flüssiges Mikroplastik sind.

00:17:21: Und jeder Verbraucher, jede Verbraucherin sollte kritisch auf der Rückseite des Produkts mal nachlesen, ob da doch verstecktes Mikroplastik drin ist, was noch nicht verboten ist.

00:17:32: Das kann noch kommen und wird noch kommen.

00:17:35: Aber ich sage jetzt mal ein paar chemische Begriffe, ich habe sie mir extra aufgeschrieben, weil ich mir sie selber

00:17:39: als

00:17:40: Ärztin gar nicht merken kann.

00:17:41: Ich finde es so wichtig, worauf achte ich auf den Produkt.

00:17:45: Und zwar Polyethylen, Polypropylen, Polymethyl mit Acrylat, Nylon, lange Kette, Polyurethan, Acrylate, Crosspolymere, Carbomere, liest man ganz oft, obwohl drauf steht, kein Mikroplastik drin, ist oft Carbomere mit drin, also eine Falle, Polysthyrene, Polyethyl, Warte, Polyethyl Enter... Reftalate, also PET, Polyakrylat.

00:18:14: Dann gibt es PTEF, das ist Polytetrafluor ethylen.

00:18:18: Und ich bin gleich fertig.

00:18:19: Polyvenyl, Pyrolidon und Polyquaternium.

00:18:24: Alles versteckte Mikroplastik in Kosmetika.

00:18:28: Und die gehen nicht in die Haut rein, aber sie werden abgespült.

00:18:30: Sie gelangen in unser Wasser.

00:18:32: Und dann trinken wir es.

00:18:33: Apropos Haut, ich möchte auch noch mal ... Ich möchte gerne auch auf etwas hinweisen, was mir wichtig ist.

00:18:40: Wenn wir zum Beispiel jetzt darüber reden, wir schützen unsere Kinder.

00:18:44: Dann schicken wir die Kinder auf den Fußballplatz zum Sport machen.

00:18:49: Und dann ist dieser Fußballplatz, besteht das Kunstrasen.

00:18:52: Niemand denkt daran.

00:18:53: Dann schicke ich das Kind auf den Kunststoffrasen.

00:18:56: Das Kind fällt hin, das schürft sich auf.

00:18:58: Und was ist dieser Kunststoffrasen?

00:19:00: Eine Mischung aus Mikroplastik und alten Reifen.

00:19:04: Diese alten Reifen werden zerkleiner.

00:19:06: Das sind Schwermetalle drin, das sind Chemikalien drin, das sind Pachs drin, das sind polizyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe, die unter Umständen krebserregend sind.

00:19:15: Das heißt, man sagt eigentlich, aber es steht ja nirgendes geschrieben, wenn ich das Kind dahin bringe, bitte Hände waschen danach, bitte waschen danach, bitte nicht dort essen, bitte nicht dort trinken, bitte Wunden abdecken.

00:19:29: damit das nicht eingereben wird.

00:19:31: Also, wir sind auch dabei.

00:19:32: Ich glaube, im Jahr twohntosunddreißig darf in der EU und wird das reglementiert.

00:19:37: Es ist nicht so, dass es keinen Kunstrasenmerik geben darf, aber es wird reglementiert werden aufgrund der Inhaltsstoffe, aufgrund des Eintrags in die Natur.

00:19:47: Weil natürlich dieses Plastik und diese Chemikalien wieder in unseren Grundboden gehen.

00:19:52: Aber ich finde das auch wirklich, ich finde, das heißt Umweltmedizinerien auch so

00:19:55: furchtbar.

00:19:57: Also aus eigener Erfahrung, wenn ich meinen Sohn in den Fußballverein schicken will, dann ... Muss ich mal schauen, wo ist überhaupt mal ein normaler Rasen?

00:20:05: Und wenn ein normaler Rasen ist, wird der mit Pestiziden voll gespritzt.

00:20:09: Und das ist zum Beispiel auch eine Quelle an die Denken wir gar

00:20:11: nie.

00:20:12: Ja, absolut.

00:20:14: Bevor wir jetzt auf die Frage kommen, die ja alle interessiert, wie kann ich mich trotzdem schützen, wenn überall eben Plastik ist und wie bekomme ich es aus meinem Körper wieder raus, will ich vorher noch einmal einhaken.

00:20:25: Also Die Frage, dass wir überall Plastik haben und dass wir die in dem Körper haben, das wird überhaupt nicht bezweifelt.

00:20:33: Man liest aber in der Vorbereitung, wenn man als Journalistin guckt, auch immer wieder, dass immer noch nicht geklärt ist, wie schädlich es wirklich für den Körper ist.

00:20:40: Also die eine Sache wird nicht bezweifelt, die zweite habt ihr selbst gesagt, ist einfach in Studien noch nicht bewiesen.

00:20:46: Was ist denn da?

00:20:47: Holt uns doch mal ab.

00:20:49: Im Moment... Das, was man wirklich sicher weiß, wie schädlich ist dieses Mikroplastik, was unzweifelhaft in den Körper kommt, für uns und den Körper.

00:20:58: Also man weiß schon einiges.

00:21:00: Ihr habt ein paar Sachen schon kurz erwähnt, zum Beispiel, dass die Arteriosklerose, da bilden sich ja Plux, dass die teilweise angereichert sind mit Mikroplastik.

00:21:09: Das heißt, diese Plux sind dicker, sie sind entzündlicher und sie sind loser.

00:21:13: Sie können also absprengen und Gefäßverschlüsse machen, also sprich Schlaganfälle.

00:21:18: Da gibt es schon Daten dazu.

00:21:21: Außerdem weiß man, dass, wenn es die Bluthirnschranke überwindet, der Partikel, also sei es ein Nanopartikel, dass man dann eine Anreicherung im Nervengewebe hat.

00:21:31: Und dort kann es neurotoxisch wirken.

00:21:33: Das heißt, das Gewebe schädigen.

00:21:35: Und das kann natürlich auch demenzielle Symptome zur Folge haben.

00:21:39: Also, dass einfach das Gehirn kognitiv in der Funktion nachlässt.

00:21:44: Und eine Art Demenz, ob das jetzt Alzheimer ist oder ob es andere Formen, es gibt ja auch Gefäßdemenz, bedeutet da ... Ich habe keine eindeutigen Aussagen, es wird eine Gemengelage sein.

00:21:55: Das ist auch patofysiologisch erklärbar.

00:21:58: Dann gibt es den oxidativen Stress.

00:22:00: Das bedeutet, dass Gewebeschäden passieren in unserem Körper durch diverse Belastungen, aber auch durch diese Plastikpartikel.

00:22:09: Und dass unsere Zellfabriken, die Mitochondrien-Schaden nehmen können, die sind wichtig für unsere Energieproduktion.

00:22:16: Das heißt, wichtige zelluläre Prozesse können nicht mehr ablaufen.

00:22:20: Das betrifft das Immunsystem.

00:22:22: Das betrifft auch die Reparatur des Körpers.

00:22:24: Das kann eine beschleunigte Alterung bedeuten bis hin zum Zeltod.

00:22:28: Und dann hat ja Birgit schon erwähnt, es geht ja auch übers Darm-Mikrobiom und das kann Schaden nehmen.

00:22:34: Also die lieben Bakterien kriegen dieses Plastik als Fressen vorgeworfen und das kennen sie ja so nicht aus der Steinzeit, denn das Mikrobiom ist ja quasi noch ein Organismus dieser Zeit und versucht das jetzt zu Verstoff wechseln und nimmt Schaden.

00:22:46: Und das kann dann eine Veränderung der Produktion, der Chemikalien der Bakterien im Darm bedeuten.

00:22:52: Die Bakterien liefern ja Produkte für uns und die können dann eben im Zweifel ungünstige Produkte sein, die dann wiederum den Stoffwechsel schädigen und Gefäße schädigen und unsere Entgiftung stören und negative Effekte auf unsere mentale Lage, also auch negative seelische Effekte, wir kennen ja die Darmhirnachse erzielen können.

00:23:13: Das heißt, wir wissen nicht im Einzelnen, was das jetzt ganz kausal macht.

00:23:17: Wir wissen nur, es stört das System an ganz vielen Ecken und Enden und wird sich dann, wie das so üblich ist in der Toxikologie, Summieren, potenzieren, ein Störer sein an vielen Stellen.

00:23:28: Und bei dem einen wird das vielleicht nicht spürbar.

00:23:32: Beim anderen wird es die Dysbalancen fördern, die der Mensch eh schon hat.

00:23:35: Und bei anderen wird es richtig krank machen.

00:23:37: Und das ist auch abhängig davon, wie gut ist die individuelle auch genetische Entgiftungsfähigkeit unseres Körpers.

00:23:44: Richtig.

00:23:45: Dazu möchte ich auch noch sagen, es geht in der Umweltmedizin ja auch ganz viel um wissenschaftliche Diskussion.

00:23:53: und nicht um Panik mache.

00:23:55: Und

00:23:56: es ist eben

00:23:57: total wichtig, dass wir uns klar darüber sind, dass diese kontinuierliche Aufnahme vom Mikroplastik das Dofe ist.

00:24:05: Also der Körper

00:24:06: kann

00:24:06: Mikroplastik auch loswerden.

00:24:09: Oft langsam und vielleicht auch nicht komplett.

00:24:12: Aber er hat, wir arbeiten, der Körper arbeitet, im Entgiftungsmodus.

00:24:18: Sonst könnten wir gar nicht leben.

00:24:19: Deshalb, wir müssen die Aufnahme stoppen.

00:24:22: Und es ist einfach auch so ein Appell an alle.

00:24:25: Macht etwas dafür, sprecht Firmen an, schreibt Kosmetikfirmen, fragt in der Mensa eurer Kinder nach, in welchen Behältern das Essen gebracht wird, wie es aufgewärmt wird, ob Teflonfannen verwendet werden.

00:24:38: Wir müssen einfach ...

00:24:40: aufmerksam

00:24:40: machen und wir müssen zeigen, dass wir uns ob der Gefahren bewusst sind und das aber wir das nicht alles ändern können, sondern das müssen andere ändern.

00:24:49: und

00:24:50: um nochmal auf die Studien zurückzukommen.

00:24:53: Wir sehen natürlich eine Assoziation und wir sehen, dass das Mikroplastik da ist, aber ich vergleiche das immer auch gerne mit Städten, wo viele Brände sind und wo viele Feuerwehrmänner sind.

00:25:04: Also nur weil in einer Stadt viel Feuerwehrmann ist, heißt das nicht, dass der viele Brände macht, sondern weil viele Brände sind, sind da eben auch viele Feuerwehrmänner.

00:25:12: Also wir wissen noch nicht, was jetzt wirklich der Grund ist, warum.

00:25:17: warum Plugs entstehen.

00:25:19: Ob das jetzt Mikroplastik ist oder ob Mikroplastik nur so ein Beiläufer ist und sich einfach in diese Plug hineinsetzt.

00:25:25: Aber wir wissen, dass es da ist.

00:25:27: Und deshalb ist es einfach wichtig, auch zu schauen, warum haben Menschen Plug?

00:25:32: Essen, die vielleicht auch mehr prozessiertes Essen.

00:25:36: Also passen die da vielleicht auch nicht so drauf auf.

00:25:38: Also man muss es immer auch in der Gesamtheit sehen.

00:25:42: Und man muss wirklich für sich selber entscheiden, ich tue was dagegen.

00:25:46: Und dann können wir schon sehr, sehr viel machen.

00:25:47: Wir können achtzig Prozent Mikroplastik einfach einsparen.

00:25:51: Und wenn wir gute Entgiftungsmechanismen haben und auf unseren Körper achten und darauf schauen, dass wir gewisse Mechanismen auch noch ein bisschen unterstützen, dann haben wir gute Chancen, lange und gesund zu bleiben.

00:26:04: Trotz dieser Tatsachen, die wir einfach in der Umwelt vorfinden.

00:26:08: Andererseits ist das ein globales Thema, weil wir wissen ja, Massenproduktionen, Plastik seit den fünftiger Jahren und ein ganz massiv starker Anstieg seit den zweitausender Jahren.

00:26:17: Und natürlich hat unser Körper keine Gelegenheit in dieser Zeit gehabt, sich evolutionär darauf anzupassen.

00:26:22: Und wir haben keine spezifischen Abbau- und Detox-Systeme.

00:26:25: Vielleicht haben wir Fresszellen, die das mal irgendwie abkapseln, aber dass wir jetzt Enzyme hätten, die diese Mikroplastik... Partikel so zerlegen, dass sie wirklich aus dem Körper ausgeleitet werden können, haben wir nicht.

00:26:37: Es ist ja noch ein weiterer Aspekt zu betrachten, den der vielen Leuten vielleicht was sagt.

00:26:42: Die ganzen Plastikmaterialien bringen ja auch weitere Chemikalien mit sich.

00:26:46: Das sind ja Trägersubstanzen, die wie ein Taxi Weichmacher in den Körper mit reinladen.

00:26:53: BPA und BPS, ja, auch wiederum Probleme auslösen können, die auch nicht bis ins Letzte erforschen.

00:26:59: Aber man spricht von endocrinen Disruptoren.

00:27:01: Das sind also Hormonstörer, die können theoretisch an den Hormonorganen zur Infertilität führen, zum Brustkrebs führen, Schilddrüsen, Störungen machen.

00:27:13: Also so Themen, die wir auch gerade erst erforschen, die aber wir auf jeden Fall nicht wollen.

00:27:19: Und das ist ja noch mal ein Trittbrettfahrer der Mikro- und Nanoplastikbelastung.

00:27:23: Also wir müssen global denken und wir haben ja leider, und das ist ein Drama, also wir haben ja jetzt schon so viel Plastik und man weiß ja, eine Plastiktüte zerfällt in zwanzig Jahren und eine Plastikflasche in vierhundertfünfzig Jahren und eine Analschnur, die kann im Meer sechshundert Jahre herumdümpeln.

00:27:39: Und wir haben ja jetzt schon diese riesengroßen Plastikmüllteppiche, fünf bis sechs an der Zahl, die Kreisen im Pazifik, also ich will mal ein Beispiel bringen, dieser große Pazifische Müllteppich hat geschätzte eins Komma sechs Millionen Quadrat Kilometer, also ein Teppich von sechs und das ist vier ein halbmal die Fläche Deutschlands, also im Mittelmeer gibt es jetzt mittlerweile auch den sechsten und wir haben Ein hohes Vorkommen von Plastikmüll.

00:28:09: Man sagt, der jährliche Eintrag liegt heute immer noch bei zweihundertneunundzwanzigtausend Tonnen.

00:28:16: Und

00:28:17: diese ganzen Partikel, das sind eben nicht nur Badelatschen und Flaschen und Zahnbürsten, sondern das sind zu ganz großen Teilen eben zermahlende Mikroplastik und Nanoplastikpartikel.

00:28:29: Und wir müssen auch Lösungen finden, das erst mal.

00:28:32: zu zersetzen, dass das nicht nachhaltig die nächsten Jahrzehnte uns belastet.

00:28:37: Wenn wir heute aufhören würden mit Plastikeintrag, hätten wir trotzdem noch die Altlasten zu bewältigen.

00:28:43: Und diese Plastikinseln, die werden ja bewohnt.

00:28:47: Die werden ja bewohnt von teilweise Säugetieren, von Ratten, von Mäusen, von diversen Getier, das wieder rumvieren, auch durch die Klimaerwärmung, die wir ja alle feststellen.

00:28:58: Die Viren werden einfach verbreitet, die bei uns eigentlich ... gar nicht üblich waren, diese Plastikinseln bringen ja ganze Biotope zu uns.

00:29:06: Und ich möchte noch zu den Weichmachern etwas sagen, was ich auch ganz, ganz spannend finde, weil es sind ja immer die Grenzwerte ganz wichtig.

00:29:15: Und man sagt dann immer, der Grenzwert wird nicht überschritten, also alles ist gut.

00:29:20: Und jetzt möchte ich mal ganz kurz etwas zu Grenzwerten sagen, für BPA, für das Bis für Null A. Das ist ein Weichmacher.

00:29:27: Das war bis zu ein Grenzwert von fünfzig Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht in Ordnung.

00:29:35: Und jetzt ist der Grenzwert bei null Komma zwei Nanogramm pro Kilogramm Körpergewicht um das zu veranschaulichen.

00:29:44: Ich habe mich hingesetzt und habe es berechnet.

00:29:46: Es ist original ein Zweihundertfünfzigtausendstel.

00:29:51: Und um das nochmal zu verbildlichen, ich habe mir überlegt, wie kann ich das Ganze eigentlich bildlich darstellen?

00:29:57: Wenn wir uns jetzt vorstellen, wir wollen gerne nach Paris fliegen und wir plötzlich nur mehr ein Zweihundertfünfzigtausendstel von diesem Flug machen dürfen, dann sind es ein paar Schritte.

00:30:08: Ja, also das ist... in dieser Größenordnung.

00:30:12: Und das muss man sich wirklich mal dessen bewusst werden, was vorher erlaubt war und als sicher angesehen wurde und was jetzt erlaubt ist.

00:30:20: Und wir wissen noch gar nicht, selbst wenn BPA-Frei draufsteht, dann ist es eben BPS oder irgendein anderer Weichmacher.

00:30:28: Und ich möchte auch ganz kurz eine Studie zitieren, die relativ neu auch ist.

00:30:33: Mit Frauen, Jael kennt die Studie schon, die habe ich schon mal ... Die Studie ist schon mal vorgetragen bei einem Kongress und da geht es um Frauen, die eine Biopsie des Brustgewebes bekommen haben.

00:30:46: Die haben alle konventionelle Kosmetikprodukte verwendet, also Duschgel, Cremes, Parfans etc.

00:30:54: Und in diesen Konventionellen Pflegeprodukten waren Parabene und Phthalate enthalten.

00:30:59: Das sind Weichmacher und Konservierungsstoffe.

00:31:01: Und man hat diese Frauen biopsiert, hat sich das Brustgewebe angeschaut und hat dann in zwei Gruppen diese Frauen eingeteilt.

00:31:09: Ich glaube, es waren um die vierzig Frauen.

00:31:11: Und die eine Gruppe durfte ihre Personalcare-Produkte weiter verwenden.

00:31:15: Die andere Gruppe musste biozertifizierte Produkte verwenden, wo definitiv ... keine Toilette und keine Parabene drinnen waren.

00:31:23: Und nach vier Wochen hat man wieder so das Brustgewebe biopsiert.

00:31:27: Und was hat man gefunden, dass die Gene für Brustkrebs stumm geschalten waren, aber nur bei den Frauen, die ... Präparat oder nicht Präparat, sondern Produkte ohne Parabene und ohne Talate verwendet haben.

00:31:41: Das heißt, das ist ganz, ganz eindrucksvoll.

00:31:43: Der Körper ist so ein Wunderwerk.

00:31:45: Er kann wirklich innerhalb von vier Wochen und das ist eben die Epigenetik.

00:31:49: Und die Epigenetik wird definitiv durch Weichmacher auch gesteuert, sowie durch Essen, Schlaf, etc.

00:31:54: Und wir können unseren Körper wirklich, wir können den so supporten, indem wir einfach auf diese Produkte verzichten.

00:32:03: Und ich finde, das ist auch ein gutes Zeichen für die Firmen da draußen, die noch immer diese Stoffe in die Produkte hinein hauen, wo wir aber alle wissen, was das macht.

00:32:14: Total interessant.

00:32:15: Und ich lasse meine Hörerinnen und Hörer ja gerne aus dem Podcast mit wirklich auch praktischen Tipps.

00:32:20: Ich glaube, das große Grenze, so schlimm das ist und so eindrucksvoll ihr das erzählt habt mit dem Plastik in unseren Meeren.

00:32:26: Können wir so jetzt hier nicht lösen?

00:32:27: Aber meine Frage an euch Ärzten ist eben, wie kann ich eben meinem Körper dabei unterstützen, das was du Birgit gerade angesprochen hast?

00:32:35: Also ich habe jetzt schon gelernt, Teflon sollt dich vermeiden, bei den Kosmetika gucken, kann ich es auch noch über andere Dinge wie Bewegung oder tatsächlich irgendwelche Dinge, die ich sonst aufnehme.

00:32:47: Also was neben diesen Dingen könnte ich noch machen, um meine persönliche Gesundheit zu schützen?

00:32:53: Also natürlich, an der ersten Stelle ist die Darmsanierung.

00:32:56: Weil wenn der Darm gut funktioniert, dann kann ich auch gut ausscheiden.

00:33:00: Und dazu zähle ich natürlich alles von Ernährung über Wecklassen von ultraprozessierter Ernährung über Probiotika.

00:33:08: einfach mal nachschauen, wie funktioniert mein Darm, wie sind da die Werte.

00:33:13: Wie ist mein Mikrobiom aufgestellt?

00:33:17: Gerade Weichmacher kann man super durch Schweißentgiften, Sauna, Infrarot aufs Trampolin gehen, Sport machen.

00:33:24: Wichtig ist natürlich auch das Immunsystem zu stärken, indem wir einfach Mikronährstoffe auch zuführen, damit unser Immunsystem wieder gut arbeiten kann.

00:33:32: Aber genauso wichtig ist es auch zu Hause.

00:33:35: Da gibt's einfach so ein paar Tipps und Tricks, die man ins tägliche Leben in die Routine in den Alltag einbauen kann.

00:33:42: Wichtig sind zum Beispiel Staubsorge mit HEPA-Filter, weil die einfach diese kleinste Partikel filtern.

00:33:47: Ich würde zum Beispiel auch nicht zu Hause mit dem Staubwedel durchgehen, weil im Staub sind natürlich auch erhebliche Mengen an Schadstoffen brinden, natürlich auch Mikroplastik etc.

00:33:58: Das heißt immer feucht wischen.

00:34:00: Ich würde auch ... Als Umweltmedizinerin geht's nicht direkt ums Mikroplastik, aber zweimal am Tag lüften, zehn Minuten, damit diese Ausdünstungen der Möbel draußen sind.

00:34:11: Wichtig ist auch ein Drucker.

00:34:13: Ich würde niemals einen Drucker in mein Wohnzimmer stellen.

00:34:16: Ich hab Patienten, die haben den Drucker im Schlafzimmer stehen.

00:34:19: Und wir wissen seit, ich glaub, circa dreißig Jahren, dass aus dem Drucker Partikel emittiert werden, inklusive Schwermetalle.

00:34:28: Und wenn ich jetzt auf die Druckerfirmen gehe, dann steht dann natürlich sofort

00:34:35: Filter.

00:34:37: Machen Sie sich den Filter auf den Drucker.

00:34:39: Warum produziert man den Drucker nicht, ohne dass er diese Sachen imitiert?

00:34:43: Also all diese Sachen sind einfach total wichtig zu wissen und da kann man dann auch schon so viel einsparen.

00:34:49: Und auch, und da kommt ja Elb natürlich wieder ins Spiel Personal Care Produkte.

00:34:54: Ich pass extrem auf, Wenn ich mir meine Sachen kaufe und wenn ich für die Kinder eine Sonnencreme kaufe, dann bin ich mal eine Stunde unterwegs oder im Internet unterwegs, weil ich alles scenne und mir ganz genau anschau, die Ingredients, weil ich nämlich auch nicht mehr darauf vertraue, nur weil da Mikroplastik, ohne Mikroplastik draufsteht, heißt das natürlich überhaupt nicht, dass es wirklich ohne Mikroplastik

00:35:16: ist.

00:35:17: Ja, Ella, hast du noch eine Ergänzung dazu aus deiner Sicht?

00:35:20: Das Thema Lippenstift ist auch noch ganz interessant.

00:35:23: Wenn man Lippenstift aufträgt als Frau, sollte man erst recht darauf achten, dass kein Mikroplastik drin ist, auch nicht dieser Flüssige.

00:35:28: Denn wir essen drei bis vier Lippenstifte im Jahr und nehmen dann alle Schadsubstanzen oral auf.

00:35:33: Und dann haben wir dann doch wieder eine Körperbelastung durch diese Produkte.

00:35:38: Im Haushalt natürlich auch gucken, dass man vielleicht keine synthetische Kleidung nutzt, sondern ... Baumwolle oder Seite oder Fell und Leder.

00:35:46: Also die natürlichen Materialien und nicht immer nur diese sportaktive Oberteile, die alle Mikroplastik abgeben können und dann den Kochlöffel vielleicht aus Holz und nicht aus Plastik nutzen.

00:36:00: Interessanterweise ist Leitungswasser relativ Mikroplastikarm im Vergleich zu Flaschenwasser.

00:36:05: Wer besonders investieren will und dem das auch sehr wichtig ist, es gibt Wasserreinigungs- oder Aufbereitungsmethoden.

00:36:11: Das ist diese Unkehrosmose, wo ganz viele unschöne Inhaltsstoffe des Wassers herausgefiltert werden, leider auch Mineralien, wobei die man dann auf andere Weise wieder zuführen kann.

00:36:21: Und es gibt Menschen, die eben das Gefühl haben, dass sie so krank sind und so überlastet sind.

00:36:26: Und teilweise hat man dann auch Patienten mit Umweltphobie, aber ...

00:36:29: Die

00:36:30: nehmen das und dann haben sie doch ein sehr sauberes Wasser.

00:36:32: Und dann würde ich doch sagen, wer wirklich auch nachweisbar toxikologisch überlastet, es kann sich ja auch in medizinische Hände begeben.

00:36:40: Also Birgit Bietel, vielleicht kannst du das mal erklären.

00:36:43: Es gibt ja die Blutwäsche, diese therapeutische Afferese, wo man also auch Partikel aus dem Blut heraus waschen kann.

00:36:49: Und das ist gerade bei Menschen ... der ein Immunsystem spinnt, wo man irgendwie nicht mehr so mit den normalen, herkömmlichen Methoden diesen Menschen hilft, dann kann es einfach gut sein, den Körper von diesen Partikeln und anderen zu entlasten.

00:37:01: Ich fände das ganz gut, wenn du das mal erklären könntest.

00:37:04: Gerne.

00:37:04: Also es gibt jetzt auch eine Studie und die Inusferese.

00:37:08: Ich mache im Spezielle die Inusferese.

00:37:10: Das ist eine Doppelmembran-Filtrations-Aferese, ein komplizierter Name.

00:37:14: Das ist so ähnlich wie eine Hemodialyse.

00:37:16: Das kennen wir eher.

00:37:18: Aber es ist noch feiner in der Filtrierung.

00:37:21: Und wir konnten jetzt

00:37:22: nachweisen.

00:37:23: Ich will ganz kurz Birgit dazwischen gehen, damit auch die Nichtmediziner das verstehen.

00:37:27: Also Veresa ist im Prinzip, ihr schleust das Blut durch Geräte, wo es im Prinzip einmal gefiltert wird.

00:37:34: Richtig,

00:37:35: genau, richtig.

00:37:36: Und wir konnten jetzt als Erste tatsächlich nachweisen, dass wir Mikroplastik rausholen.

00:37:41: Wir konnten das mittels Spektroskopien nachweisen.

00:37:43: Wir können da die Kunststoffarten nachweisen.

00:37:48: Und das ist sozusagen... eine Art und Weise, die relativ elegant ist und die natürlich immer nach Indikation gestartet wird.

00:37:57: Aber wir haben ja ... auch sehr viele Patienten, wo einfach gar nichts mehr hilft und nichts mehr funktioniert und wir eigentlich auch gar nicht mehr wissen, wie wir den Patienten jetzt helfen sollen.

00:38:07: Und da ist dann die Innusferese natürlich der Superhelfer, weil die Innusferese nicht nur Mikroplastik rausholt, sondern auch Schwermetalle rausholt, Weichmacher rausholt, Autoantikörper rausholt, fehlgefaltete Proteine, die einfach falsch im Körper sind, sind es zentte Zellen, also diese Zombiezellen.

00:38:25: Also alles, was nicht in den Körper gehört, Können wir durch die Inosphärese rauswaschen?

00:38:32: Du sagst jetzt Patienten, wo gar nichts mehr hilft.

00:38:35: Mal ein Beispiel sind das dann alles.

00:38:37: sehr viele Autoimmun-Patienten, die von Allergien sehr geschädigt sind.

00:38:43: Oder was muss ich mir unter diesen Patienten vorstellen?

00:38:46: Das sind Patienten, wir kennen sie alle aus dem Privatleben oder auch aus den Medien, natürlich Long-Covid-Patienten, Post-Wag-Patienten.

00:38:58: Das sind Chronic-Vertieg-Patienten, die es ja tatsächlich schon viel, viel länger gibt, aber über die man jetzt erst Gott sei Dank spricht.

00:39:05: Das sind Patienten, die insgesamt ein Immunsystem haben, das komplett durcheinander ist.

00:39:11: die ihre Viren und Bakterien, die sie im Körper haben.

00:39:13: Und wir alle haben Viren.

00:39:15: Wir leben symbiotisch oft mit Bakterien, also wie wir auch wissen, aus dem Darm.

00:39:20: Und wir haben natürlich viele Viren, Bakterien und andere Skettier in unserem Körper, mit dem unser Körper umgehen muss und in Schach halten muss, zum Beispiel Borrelien.

00:39:31: Und wenn der Körper die nicht mehr deckeln kann.

00:39:35: Dann gibt es Probleme.

00:39:36: Dann wird das Immunsystem eben aktiviert.

00:39:38: Es gibt eine chronische Entzündung.

00:39:40: Und es gibt so was wie ein Immuntoleranzverlust auch.

00:39:44: Und der Körper reagiert auf Dinge hochtoxisch eigentlich und kann sich selber auch nicht mehr regulieren.

00:39:51: Und daraus entwickeln sich dann auch verschiedene Erkrankungen.

00:39:54: Das sind teilweise wirklich bettligere Patienten, Patienten, die im dunklen Zimmer leben müssen, die ihre Kinder nicht mehr in die Kita bringen können.

00:40:02: oder die sich nicht nur um ihre Kinder auch kümmern können.

00:40:05: Und da ist die Inosphärese einfach wirklich ein sehr hilfreicher Partner, mit dem man wirklich ganz, ganz gute Dinge

00:40:13: machen kann.

00:40:14: Jetzt habt ihr vorhin, oder man merkt das im Gespräch, dass gerade auch dir begeht, die Umweltmedizin ja teilweise einfach auch noch keine besonders große Rolle spielt.

00:40:22: Erstens bei Behandlungen, beim Denken, wie man lebt und so.

00:40:25: Sind das dann aber Behandlungs- dinge, die auch noch nicht von den Kassen bezahlt werden?

00:40:29: Oder nimmst du wahr, dass die umweltmedizinische, klinische Umweltmedizin, wie das ja dann heißt, mehr an Wert gewinnt und auch teilweise dann in solchen Therapien übernommen wird?

00:40:39: Na ja, die Umweltmedizin hat ... In dem Sinne sehr schwierig, dass die Umweltmedizin natürlich auch Angst macht.

00:40:46: Und ein Gebiet ist, mit dem man eigentlich gar nicht so viel zu tun haben will, weil es unangenehm ist.

00:40:50: Weil natürlich viele Firmen dann angeschwärzt werden könnten.

00:40:54: Weil man wieder fragt, wieso machen sie das?

00:40:56: Wieso ist das in dem Produkt drin?

00:40:58: Also man lässt quasi den Fuchs in den Hühnerstall.

00:41:00: Und dann gibt's Rambazamba.

00:41:03: Und andererseits auch wieder wird ... Natürlich von der konventionellen Medizin, von der ich komme.

00:41:08: Ich komme ja von der Uni-Klinik, wo ich meine gesamte Ausbildung gemacht habe und wissenschaftlich gearbeitet habe.

00:41:14: Es werden Dinge nicht ernst genommen.

00:41:17: Wir behandeln in der konventionellen Medizin einen Eisenüberschuss im Körper, den nennen wir Hemochromatose oder Eisenspeicherkrankheit.

00:41:26: Wir behandeln einen Morbus Wilson, das ist eine Kupferspeicherkrankheit.

00:41:30: Aber wenn zu viel Quecksilber im Körper ist, dann wird das einfach ignoriert.

00:41:35: Und das gibt es einfach nicht.

00:41:37: Und deshalb ist es so schwierig, dass manche Verfahren

00:41:41: oder

00:41:42: manche Dinge, die wir wissen, die auch schon bewiesen sind, einfach bis zu einer Krankenversicherung kommen und bis zu einer Liste kommen, die die Krankenversicherung übernimmt.

00:41:53: Und manche Krankenversicherung, also die private Krankenversicherung, übernimmt das schon in manchen Fällen oder auch teilweise in mehreren Fällen.

00:42:02: Manche aber nicht.

00:42:04: Und dann nutzt es auch nichts, wenn man dann Publikationen hinschickt.

00:42:07: Das wird dann einfach nicht übernommen, weil die sagen, das haben wir einfach nicht in unserer Liste.

00:42:11: Und deshalb wird es einfach nicht übernommen.

00:42:13: Und die Gesetzlichen auch

00:42:14: nicht.

00:42:15: Jetzt vielleicht Richtung Ende des Podcasts würde ich gerade jetzt auch mit Blick darauf, was du gerade nochmal gesagt hast, euch beide gerne nochmal fragen.

00:42:22: Was denkt ihr oder wie geht es weiter?

00:42:25: Wo stehen wir mit dem ganzen Thema?

00:42:27: Mikroplastik, Nanoblastik, da sind wir hergekommen.

00:42:30: Ihr habt jetzt noch viele andere Schadstoffe genannt, die wir einfach jeden Tag aufnehmen, ohne dass wir so richtig, richtig uns dafür schützen können.

00:42:36: Wo stehen wir da in den nächsten fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn Jahren?

00:42:40: Was erwartet ihr von der Industrie, aber auch vielleicht von den Menschen, wie sie mit ihrem Körper umgehen?

00:42:47: Genau.

00:42:47: Und was, was denkt ihr, kriegen wir eh nicht in Griff, wenn ihr das so ein bisschen einordnen könnt, so einen Blick in die Zukunft?

00:42:54: Also zum einen möchte ich nochmal betonen, jeder kann heute schon beginnen, sich um seinen Körper zu sorgen.

00:43:00: Und praktisch ein natürlicher Filtermechanismus, wenn wir jetzt noch weggehen von der Blutwäsche, ist die Aufnahme von reichlich Ballaststoffen.

00:43:08: Diesen Rat gibt man jedem Menschen für dauerhafte Gesundheit, aber gerade Ballaststoffe, die wir ja in den Darm bekommen, wirken wie ein... um die negativen Stoffe gleich wieder zu binden und aus dem Körper herauszuleiten.

00:43:22: Also die Partikel werden reduziert gleich, wenn sie im Darm ankommen.

00:43:27: Und auch die Darmbarriere wird gestärkt.

00:43:30: Gleichzeitig eben auch das Mikrobiom gestärkt durch diese gerade löslichen Ballaststoffe.

00:43:35: Mein Liebling sind da die Akazienfasern.

00:43:37: Die gibt es als Pulver.

00:43:38: Das ist ein tolles Lebensmittel.

00:43:39: Und das ist Futter für die lieben Darmbakterien.

00:43:42: Aber natürlich kann man eben ... Kacienfasern auch mit Flohsamenschalen, mit Haferkleihe und ganz viel Pflanzenkost arbeiten.

00:43:50: Es zählt jedes Gemüse, jedes Obst, jedes Kraut, jedes Gewürz, alle Nüsse, Saaten, Kerne, Pilze darf man dazuzählen.

00:43:59: und übrigens auch Kaffee.

00:44:00: Ein guter Kaffee enthält auch viele lösliche Ballaststoffe.

00:44:03: Und somit stärkt man das Mikrobiom und reduziert ganz nebenbei auch so ein Blutzucker.

00:44:08: Also zumindest reduziert man den Eintrag von Zucker und man reduziert auch Cholesterie.

00:44:13: Das ist ein ganzheitlicher Effekt.

00:44:17: Und ansonsten noch mal das Thema Wasseraufbereitung, das würde man sich wünschen, dass das systematisch erfolgt, dass von Medikamenten über Bleibseln, über Mikronanoplastikpartikeln, das vielleicht für die ganze Bevölkerung herausgewaschen würde, dass man sich nicht selber solche teuren Maschinerien, die ja auch sehr wartungsaufwendig sind, installieren muss.

00:44:39: Und dann braucht es Forschung, da gibt es auch schon erste Ansätze von quasi Methoden, diese Mikron nanopartikel zu sehr zersetzen in der Umwelt, aber auch in unserem Körper quasi so wie man das auch von Enzymen kennt, die ja Dinge zersetzen und zerlegen können in ihre Ur, Moleküle und Atome und sie damit unschädlich machen.

00:45:00: Das wäre ein Traum, in den es sich lohnt, zu investieren und uns nachhaltig gesund zu machen und davon zu entlasten.

00:45:08: Das finde ich ein sehr schönes Schlusswort von dir, Jael.

00:45:12: Und ich wünsche mir, dass die Menschen

00:45:15: aufpassen

00:45:16: und dass die Menschen zeigen, dass sie sich dessen bewusst sind.

00:45:21: dass wir einfach uns melden und aufzeigen und sagen, nee, so nicht.

00:45:28: Ich möchte keinen Plastikbehälter, in dem das Essen für mein Kind in der Mensa konvektiert wird.

00:45:34: Und dann müssen wir drum kämpfen, weil wir müssen wirklich, wir müssen etwas ändern.

00:45:38: Ich hab gerade an Gifussat gedacht, Gifussat ist ... Das kennen wir alle, das ist ein Pestizid, das verwendet wird in der Landwirtschaft.

00:45:46: Und in Frankreich zum Beispiel sind Morbus Parkinson und Prosta da Karsinom Berufskrankheiten von Landwirten anerkannt.

00:45:55: Anerkannt, von der Regierung anerkannt.

00:45:57: Und wieso man dann für Fossat sprühen darf, noch immer, finde ich halt sehr fragwürdig.

00:46:02: Und ich glaube, also das, was ich mir auch wünschen würde, ist, dass in der Politik Menschen sitzen, die sich damit auseinandersetzen, die sich ... dieser Sachen bewusst sind und die etwas ändern möchten und keine Angst haben davor.

00:46:19: Das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig und das jeder Eigenverantwortung übernimmt und für sich und seinen Umkreis so weit wie möglich einfach versucht, Dinge auch zum Besseren zu ändern.

00:46:32: Ja, also ich denke, das war doch eigentlich von euch beiden eine gute Zusammenfassung zum Ende, weil ich auch das mitnehmen würde.

00:46:38: Also erstens weiß ich jetzt ein bisschen besser Bescheid, von was wir da eigentlich reden, wenn wir von Mikroplastik reden und zweitens ist mir gleich, weil das nicht alles alleine ändern, aber es gibt eben ein paar Dinge, auf die ich... achten kann für mich selbst und für dich mich dann vielleicht auch im weiteren einsetzen kann.

00:46:54: Also ich habe auch zwei Jungs, ich werde mal genauer gucken, wo die jetzt Sport treiben in jedem Fall.

00:46:59: Birgit hatte vorhin gesagt, dass es wichtig ist, auch auf seine Mikronährstoffe im Körper zu achten.

00:47:05: Und die meisten Menschen, das messe ich täglich als Ernährungsmedizinerin im Blut der Patienten, haben doch deutliche Mängel in vielen Bereichen, aber vor allem immer bei den Omega-III-Fettsäuren.

00:47:17: Also das gibt es im Fischöl und im Algenöl und das gibt es auch in aufgereinigter Form, sodass man nicht noch darüber Schwermetalle zu sich nimmt.

00:47:25: Sie haben Defizite im Bereich von Vitamin D mit K-II, außerdem Selen, das auf jeden Fall bei der Entgiftung hilft.

00:47:33: Und oft auch Zink, welches oder es ist nur niedrig, welches bei vielen Enzymreaktionen im Körper mithilft.

00:47:39: Und es lohnt sich vielleicht ... Wenn man das auch sich leisten kann, leider die Kassenmedizin ist da nicht toll aufgestellt.

00:47:44: Also das ist eine Privatleistung noch.

00:47:46: Prävention wird ja leider eh nicht so groß geschrieben.

00:47:49: Aber mal zu gucken, habe ich alle aktiven B-Vitamine in meinen Zellen.

00:47:55: Oder fehlt mir Co-Enzyme Q-X?

00:47:57: Ist das vielleicht verbraucht, auch weil der Körper so ackern muss beim Entgiften, beim Zellstoffwechsel oder weil ich andere Belastungen habe?

00:48:05: Wie sieht als Frau ganz besonders mein Eisenhaushalt aus?

00:48:09: Habe ich genug Speichereisen, um meine Blutzellen

00:48:12: so

00:48:13: auszustatten, dass die Sauerstoffversorgung gut funktioniert?

00:48:15: Also, dass der ganze Stoffwechsel als Schweizer Taschenuhr betrachtet wird mit vielen silbernen Zahnrädern, die alle für ein gutes, nämlich hoffentlich für unsere Gesundheiten.

00:48:24: Sorgen und dass wir alle Zahnräder brauchen, damit das System läuft.

00:48:28: Und man kann heute anfangen mit Vitamin D, mit K-II, Selen, Zink, Omega-III-Fettsäuren und alles andere mal nachmessen, ob man sich noch weiteres Gutes tun kann.

00:48:37: Zum einen mit einer noch ausgewogenen Ernährung, zum anderen manchmal aber auch mit guten Nahrungsergänzungsmitteln, die dann hoffentlich ohne Mikroplastik sind.

00:48:47: Ja, danke, dass du das noch ergänzt.

00:48:48: Das ist sicherlich wichtig und auch etwas, was man ja angesprochen, es wird nicht immer bezahlt und kann durchaus ein teures Vergnügen sein, aber was man gut und schnell auch durchaus umsetzen kann in seiner Ernährung.

00:48:58: Also nochmal Danke für euren gemeinsamen Besuch.

00:49:01: Hat Spaß gemacht.

00:49:02: Vielen, vielen Dank fürs Kommen und auch vor allem fürs Aufklären.

00:49:05: Und ja, Ihnen die Behörerinnen und Behörer, vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Zuhören.

00:49:10: Wenn es Ihnen heute gefallen hat, dann freue ich mich natürlich, wenn Sie auch das nächste Mal dabei sind, dann zu einem anderen oder ganz anderen Thema, aber eben so interessant.

00:49:17: Bis dahin, alles Gute und Tschüss!

Über diesen Podcast

Der F.A.Z.-Podcast Gesundheit informiert alle zwei Wochen freitags in rund 30 Minuten über alles, was Menschen gesundwerden und bleiben lässt, was ihre Fitness und damit ihr Wohlbefinden steigert. Medizinisches Wissen wird dabei verständlich erklärt, und es wird Anleitung zur Selbsthilfe gegeben. Redakteurin Dr. Lucia Schmidt macht dabei vor keiner medizinischen Fachrichtung Halt und spricht mit Experten aus den Bereichen Gesundheit und Psychologie. Dabei dreht es sich nicht nur um klassische Medizinthemen. Auch Naturheilverfahren, Wellness, Liebe und Beziehungsprobleme sowie Gesundheitspolitik werden regelmäßig thematisiert und diskutiert.

Alle Folgen sind jederzeit auch hier abrufbar: https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-gesundheit-der-podcast.

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

Abonnieren

Follow us